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KW 50
Mittwoch, 14. Dezember 2022

ABGABEFRAGE

Verordnung für 3 Monate – zulässig?

Uns liegt ein Rezept über „Pedanios Cannabis­blüten Aurora 300 g Zeitraum für Oktober bis Dezember“ vor. Wir fragen uns, ob wir dieses BtM-Rezept so beliefern dürfen. Die Höchst­menge pro Monat wird nicht über­schritten, da formal für jeden Monat 100 g verordnet werden, aber ist es zulässig, Cannabis­blüten für 3 Monate zu verordnen und abzu­geben?

» Lesen Sie hier die Antwort

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Studie mit medizinischem Cannabis#: signifikante Verbes­serung der Lebens­qualität und signifi­kanter Rück­gang der Gesamt­medikation

Studien­ergebnisse der 2021 veröffentlichten Tilray Observational Patient Study (TOPS) zeigen, dass die Gabe von medizinischem Cannabis die Medikamenten­last von vorer­krankten Patienten signifikant reduzieren und dabei die Lebens­qualität signifikant steigern kann. In Deutschland wird medizinisches Cannabis seit mehr als 5 Jahren in zahlreichen Einsatz­gebieten ange­wendet. Bislang konnten Kritiker eine unzu­reichende Evidenz für die Verbesserung patienten­relevanter End­punkte bemängeln. Die Ergebnisse dieser Beobachtungs­studie stehen dem entschieden entgegen.

Tilray®, eines der welt­weit führenden Unternehmen bei der Erforschung, Herstellung und dem Vertrieb von medizinischem Cannabis, hat neue Studien­ergebnisse bei der Untersuchung einer Cannabis­therapie auf patienten­relevante End­punkte veröffentlicht. Konkret wurde in der TOPS untersucht, wie sich die Anwendung von medizinischem Cannabis auf den Einsatz von verschreibungs­pflichtigen Medikamenten, wie Opioiden, sowie auf die Lebens­qualität von Patienten aus­wirkt. Dazu wurden 1.145 Patienten in die Studie einge­schlossen und über einen Zeitraum von 6 Monaten beobachtet. Die Patienten wurden sowohl mit Blüten (balanciert (THC = CBD) und THC-dominant) als auch mit oral einzu­nehmenden Cannabis­rezepturen (balanciert, THC-dominant, CBD-dominant) behandelt. Die klinischen Endpunkte wurden anhand von Frage­bögen erhoben. Am häufigsten wurden die Indikationen chronischer Schmerz (n = 915), Schlaf­störungen (n = 384) und Angst­zustände (n = 327) behandelt.

#prospektive Beobachtungs­studie

Abb. 1: Von Patienten ausgefüllter World-Health-Organization-Quality-of-Life(WHOQOL-BREF)-Frage­bogen zur Lebens­qualität zeigt eine signifikante Verbesserung der Lebens­qualität in allen unter­suchten Bereichen.

Abb. 2: Von Ärzten ausgefüllter Prescription Drug Questionnaire (PDQ) zu verschreibungs­pflichtigen Medikamenten zeigt eine Verringerung der Gesamt­medikation.

Im Vergleich zum Studienbeginn konnte die Lebens­qualität im Verlauf der Behandlung mit medizinischem Cannabis in allen unter­suchten Bereichen (physische und psychische Gesundheit, soziale Beziehungen und Lebens­umstände) signifikant gesteigert werden. Für die Medikamenten­einnahme von vier primären verschreibungs­pflichtigen Medikamenten­klassen, wie Opioiden und Anti­depressiva, sowie für die Gesamt­medikation konnte ein signifikanter Rückgang bei den Patienten beobachtet werden.

Tilray® bietet ein breites Spektrum von Cannabis­blüten, -extrakten sowie Dronabinol an und kann auf den Erfahrungs­schatz von über 70.000 behandelten Patienten in zwanzig Ländern auf fünf Kontinenten zurück­greifen.

» Erfahren Sie mehr über die Produkte von Tilray®

» Hier geht es zu den Studien­ergebnissen der TOPS (PDF)

1 Lucas P et al. Cannabis Significantly Reduces the Use of Prescription Opioids and Improves Quality of Life in Authorized Patients: Results of a Large Prospective Study. Pain Med 2021; 22(3): 727–739

AKTUELLES

G-BA veröffentlicht Richtlinienentwurf

Ende Oktober hat der Gemein­same Bundes­aus­schuss (G-BA) einen Entwurf für die Änderung der Arznei­mittel-Richt­linie (AM-RL) vorgelegt und ein Stellung­nahme­ver­fahren einge­leitet. Die Änderung der Richt­linie sieht einige Veränderungen bei der Verordnung von medizinischem Cannabis vor. Vor allem die Verschreibung von Cannabis­blüten könnte mit noch mehr Bürokratie einher­gehen.

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Fette Pharma tritt in Markt für medizinisches Cannabis ein

Ein neues Level der medizinischen Cannabis­­therapie in Deutschland: Das Traditions­­unter­nehmen Fette Pharma kooperiert exklusiv in Deutschland mit Cannbit und bietet seit Dezember 2022 RE:CANNIS, medizinisches Cannabis aus Israel, auf dem deutschen Markt an. Das schafft einen neuen Standard in der Cannabis­therapie – denn damit kommen 50 Jahre Pharma­­expertise und eine Vor­reiter­­rolle in der Erforschung und Anwendung von medizinischem Cannabis mit über 15-jähriger Erfahrung zusammen.


© Fette Pharma GmbH

Die Synergie aus Erfahrungs­reichtum, wissenschaftlichen Studien der Forscher­gruppe aus dem Umfeld von Cannabis-Pionier Prof. Mechoulam und dem Anbau früherer Pflanzen­generationen bildet für den israelischen Cultivar Cannbit die Grundlage, um mithilfe genetischer Verbesserungs­prozesse neue Cannabis­sorten zu entwickeln. Diese Weiter­entwicklungen definieren die medizinischen Cannabis­präparate von Fette Pharma.

Studienbelegte therapeutische Wirksamkeit

Patienten und medizinischem Fach­personal steht damit ein Portfolio, bestehend aus Cannabis­blüten und -extrakten, mit umfassend studien­basierter Wirksamkeit für verschiedene Indikationen zur Verfügung. Es liegen mehr als 37 klinische und präklinische Studien­daten, mehr als 20 Publikationen sowie Therapie­erfahrungen mit mehr als 40.000 Patienten vor. Diese Real-World-Daten vereinfachen die Therapie- und Produkt­wahl deutlich: Aktuell werden Produkt- und Dosis­empfehlungen für die Indikationen CED (chronisch-entzündliche Darm­erkrankungen), Schmerz und Neurologie auf Basis dieser umfassenden Erfahrungen aus Israel ange­boten. Außerdem arbeitet Fette Pharma mit einem Advisory Board namhafter deutscher und israelischer Experten zusammen und betreut Kunden mit einem eigenen Arzt- sowie Apotheken­außen­dienst.

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ALLGEMEINES

Das endogene Cannabinoidsystem

Die in medizinischem Cannabis vorkom­menden Phyto­cannabinoide benutzen ein im Körper vorhandenes System: das endogene Cannabinoid­system (ECS). Die beiden wichtigsten Phyto­cannabinoide Tetra­hydro­cannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) wirken an unter­schiedlichen Stellen. So haben sie auch eine unter­schiedliche Wirkung und damit auch andere Anwendungs­gebiete.

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