KW 50
Montag, 12. Dezember 2022

ABGABEFRAGE

Nur 70 Dosen Grippeimpfstoff pro Rezept?

Uns liegen zwei Rezepte über Grippeimpfstoffe zulasten des SSB Nordrhein vor.

Auf dem ersten Rezept ist „50 x Influsplit Tetra 22/23 10 x 0,5 PZN 17616337“ und auf dem zweiten Rezept „25 x Efluelda 22/23 10 St. PZN 17543785“ verschrieben.

Wir haben im Kopf, dass wir pro Rezept nicht mehr als 70 Impfdosen abrechnen dürfen. Ist das richtig so? Wie sollen wir die beiden Rezepte dann abrechnen?

» Lesen Sie hier die Antwort

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Aktuelle Kurzumfrage

Thema: neuer Pneumokokken-Impfstoff von MSD

Pneumokokken sind für eine Reihe von Erkrankungen mit zum Teil lebensbedrohlichen Verläufen verantwortlich. Neben Nasennebenhöhlen- und Mittelohrentzündungen können Pneumokokken auch Hirnhautentzündungen oder Blutvergiftungen hervorrufen. Das Risiko für einen schweren Verlauf dieser Erkrankungen ist altersabhängig. U. a. Säuglinge und Kleinkinder in den ersten beiden Lebensjahren sind besonders gefährdet. Die STIKO empfiehlt daher für Säuglinge ab einem Alter von 2 Monaten eine Pneumokokken-Impfung.

Vaxneuvance® von MSD ist ein neuer 15-valenter Pneumokokken-Konjugatimpfstoff, der bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 Wochen bis < 18 Jahren für die aktive Immunisierung zur Prävention von invasiven Erkrankungen, Pneumonien und akuter Otitis media angewendet wird, die durch Streptococcus pneumoniae verursacht werden.

Kennen Sie Vaxneuvance® schon?




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Zusätzlich nehmen Sie an der Verlosung von 1.000 DAPs teil.

Sollten Sie sich noch nicht für das DAPs-Punktesystem angemeldet haben, können Sie sich hier registrieren.

» Fachinformation Vaxneuvance®. Stand Oktober 2022

AKTUELLES

STIKO empfiehlt Covid-19-Impfung für Kinder zwischen 6 Monaten und 4 Jahren mit bestimmten Vorerkrankungen

Die Impfung der Bevölkerung gegen Covid-19 hat das Ziel, diese vor schweren Verläufen, Hospitali­sierungen, Tod oder auch Langzeitfolgen zu schützen. Bis Mitte Oktober gab es jedoch nur Impfstoffe für Kinder ab 5 Jahren. Seit Oktober gibt es nun auch für jüngere Kinder zugelassene Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna. Die Formulierung für Kleinkinder von Moderna steht in Deutschland zurzeit allerdings noch nicht zur Verfügung. Mitte November veröffentlichte auch die STIKO ihre Impfempfehlung.

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Die Influenzawelle ist da

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Jetzt gegen Influenza impfen

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat den Beginn der Grippe­welle in Deutschland in diesem Jahr deutlich früher datiert als in den Vor­jahren. Auch die Anzahl der in den letzten Monaten über­mittelten Influenza­meldungen über­steigt die Zahlen aus vor­pandemischen Saisons zur gleichen Zeit.1 Durch die Influenza-Impfung in der Apotheke können Sie einen erheblichen Beitrag zur Erhöhung der Impf­raten und somit für den best­möglichen Schutz der Menschen vor einer Influenza leisten. Details zur Durchführung und welcher Influenza-Impf­stoff für welche Patienten­gruppe empfohlen wird, erfahren Sie in diesem Beitrag.

„Während der letzten Monate wurden deutlich mehr Influenza­meldungen an das RKI über­mittelt als in den vorpandemischen Saisons um diese Zeit.“1

Länge und Stärke der Influenza­wellen schwanken von Jahr zu Jahr erheblich. In den vergangenen zwei Jahren ist die Influenza­saison deutlich geringer aus­ge­fallen als üblich, was vermutlich an den Kontakt­beschränkungen auf­grund der Corona-Pandemie lag.2 Dafür rechnen Experten in dieser Saison jedoch mit größeren Krank­heits­aus­brüchen.2,3

Die wichtigste Präventions­maßnahme gegen eine Influenza­erkrankung ist die Impfung.4 Seit diesem Herbst können Apotheken bundes­weit zum ersten Mal Influenza-Impfungen im Rahmen der Regel­ver­sorgung anbieten, um die Impf­rate durch ein nieder­schwelliges Angebot zu steigern.

Den empfohlenen Impfstoff richtig wählen

Vor allem Menschen ab 60 Jahren, Personen mit Grund­erkrankungen (z. B. chronische Erkrankung der Atmungs­organe, Herz-Kreislauf-, Leber- oder Nieren­erkrankung, Diabetes mellitus) und Schwangere haben ein erhöhtes Risiko für schwere oder sogar tödliche Krank­heits­verläufe.5 Für sie wird daher eine jährliche Influenza-Impfung empfohlen. Allen Personen ab 60 Jahren empfiehlt die STIKO eine jährliche Influenza-Impfung mit einem Hoch­dosis-Influenza-Impf­stoff.6 Im Vergleich zum konventionellen, standard­dosierten Influenza-Impfstoff (TIV-SD) konnte für den Hochdosis-Influenza-Impfstoff eine gering­fügige, aber signifikante Über­legenheit der Impf­effektivität bei älteren Menschen nach­ge­wiesen werden.7,# Der einzige Hoch­dosis-Influenza-Impf­stoff auf dem Markt ist Efluelda® von Sanofi.8 Der Impf­stoff wird von der Kranken­kasse erstattet.9

Patienten unter 60 Jahren sollten mit einem tetra­valenten standard­dosierten Influenza-Impfstoff, wie z. B. Vaxigrip Tetra®, geimpft werden. Vaxigrip Tetra® ist der einzige tetra­valente Standard-Influenza-Impf­stoff, der ab 6 Monaten, für Schwangere sowie zum passiven Schutz von Säuglingen bis zu einem Alter von weniger als 6 Monaten nach der mütterlichen Immunisierung während der Schwanger­schaft eingesetzt werden kann.10

» Im neuen Service­angebot von DAP und Sanofi finden Sie Checklisten, Vorlage­blätter und weitere wichtige Informationen rund um die Grippe­impfung in der Apotheke

Viele weitere Informationen zur Influenza und Influenza-Impfung finden Sie in der BAK-zertifizierten Online-Fortbildung „Saisonale Influenza in Deutschland“. Bei erfolgreicher Teilnahme erhalten Sie einen Fortbildungs­punkt.

» Hier geht’s zur Teilnahme

» Pflichtangabe Efluelda® (PDF)
» Pflichtangabe Vaxigrip Tetra® (PDF)

1 RKI. ARE-Wochenbericht. Kalenderwoche 45
2 Jones N. Nature 2021; 598: 395
3 Baker RE et al. Proc Natl Acad Sci 2020; 117(48): 30547–30553
4 RKI. RKI-Ratgeber. Influenza (Teil 1): Erkrankungen durch saisonale Influenzaviren
5 RKI.Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Schutzimfpung gegen Influenza, Gesamtstand: 16.9.2022
6 RKI. Epid Bull 2022; 4: 1–66
7 RKI. Epid Bull 2021; 1: 3–25
8 PEI. Arzneimittel. Impfstoffe. Saisonale Influenzaimpfstoffe 2022/2023
9 Gemeinsamer Bundesausschuss. Schutzimpfungs-Richtlinie, Stand: Mai 2022
10 Fachinformation Vaxigrip Tetra®, Stand: Juni 2022
11 DiazGranados CA et al. N Engl J Med 2014; 371(7): 635–645

# Der STIKO-Empfehlung liegt ein systematischer Review der Evidenz zur Wirksamkeit und Sicherheit des jeweiligen weiter­entwickelten Influenza-Impf­stoffes (MF-59- adjuvantierter Impfstoff, Zellkultur-basierter Impfstoff, Hochdosis-Impfstoff und rekombinanter Impfstoff) zugrunde. Herangezogen wurden zu diesen Impfstoffen vorliegende Studien, in denen diese jeweils mit konventionellen Influenza-Impfstoffen bei der u. a. Verhinderung von labor­bestätigter Influenza bei Erwachsenen verglichen worden sind.

MAT-DE-2205184 1.0 12/2022

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Neuer Pneumokokken-Impfstoff für Säuglinge, Kinder und Jugendliche

Pneumokokken (Streptococcus pneumoniae) sind annähernd kugelförmige Bakterien, die den Nasen- und Rachenraum – meist symptomlos – besiedeln und per Tröpfcheninfektion zwischen Menschen übertragen werden.1 Kommt es zu einer Infektion, kann dies zur Entstehung von Krankheiten des oberen (z. B. Sinusitis, Otitis media) oder unteren Respirationstraktes (z. B. Pneumonie) führen.2 Wesentlich gefährlicher sind sogenannte invasive Pneumokokken-Erkrankungen, bei denen sich die Bakterien stärker im Körper ausbreiten und dabei überwiegend Bakteriämien und Meningitiden verursachen.2 Schätzungen gehen davon aus, dass in Deutschland jährlich mehr als 5.000 Pneumokokken-assoziierte Todesfälle auftreten.2

Das Risiko für schwere Verläufe ist bei Pneumokokken-Erkrankungen stark altersabhängig. So haben ältere Menschen und Menschen mit bestimmten Vorerkrankung, z. B. des Herzens oder der Lunge, ein erhöhtes Risiko. Besonders gefährdet sind jedoch Säuglinge und Kleinkinder während der ersten beiden Lebensjahre.2

Prävention statt Therapie: neuer 15-valenter Pneumokokken-Konjugatimpfstoff von MSD

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine generelle Impfung aller Kinder ab einem Alter von 2 Monaten mit einem Pneumokokken-Konjugatimpfstoff mit dem Ziel, die Morbidität invasiver Pneumokokken-Erkrankungen sowie deren Folgen wie Hospitalisierung, Behinderung und Tod zu reduzieren.3 Die Grundimmunisierung sollte bis zum Alter von 2 Jahren abgeschlossen sein. Aufgrund des sich noch im Aufbau befindenden Immunsystems bei Säuglingen soll hierfür ausschließlich Konjugatimpfstoff (statt Polysaccharid-Impfstoff) zur Anwendung kommen.2 Hierbei ist das Antigen an ein Proteinträgermolekül gekoppelt, wodurch die Immunreaktion verstärkt wird.2

Dass die Säuglingsimpfung gegen Pneumokokken erfolgreich ist, zeigt sich in den seit ihrer Einführung im Jahr 2006 erhobenen Daten. Seitdem kam es zu einer deutlichen Abnahme der invasiven Pneumokokken-Erkrankungen, die durch die in den Konjugatimpfstoffen enthaltenen Serotypen hervorgerufen werden.2 Dieser Rückgang zeigte sich interessanterweise nicht nur bei den geimpften Kleinkindern, sondern in allen Altersgruppen.2 Der Unterschied zwischen den verschiedenen in Deutschland verfügbaren Konjugatimpfstoffen besteht vor allem in der Zahl der Pneumokokken-Serotypen, die im jeweiligen Impfstoff enthalten sind.2 Die aktuell breiteste Abdeckung bei den Konjugatimpfstoffen an Serotypen bietet der neue 15-valente Konjugatimpfstoff Vaxneuvance® des Herstellers MSD.

1 Robert Koch-Institut (RKI). Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am RKI. Epid Bull 2016; 36: 351–384
2 Robert Koch-Institut (RKI). Schutzimpfung gegen Pneumokokken: Häufig gestellte Fragen und Antworten. Stand: Juni 2020
3 Robert Koch-Institut (RKI). Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am RKI. Epid Bull 2022; 4: 1–67
» Fachinformation Vaxneuvance®. Stand Oktober 2022

AKTUELLES

Masernausbruch in Simbabwe

Welche schwerwiegenden Folgen Impfdefizite mit sich bringen können, zeigt ein Masernausbruch in Simbabwe. Das nationale Gesundheitsministerium meldete bis zum 06.09.2022 bereits mehr als 6.500 Erkrankungen und mehr als 700 verstorbene Kinder.

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