Stadien der anaphylaktischen Reaktion
Stadium I
Schwindel, Kopfschmerzen, Tremor, Hautreaktionen, z. B. Ödeme oder Erythem
Stadium II
Zusätzliche Übelkeit, Erbrechen, Blutdruckabfall, Tachykardie, Atemnot
Stadium III
Zusätzlicher Bronchospasmus, Schock
Stadium IV
Herz-Kreislauf-Stillstand
Maßnahmen in der Apotheke
- Team informieren und den Notarzt rufen (spätestens ab Stadium II!).
- Beim Patienten bleiben und versuchen, ihn zu beruhigen.
- Blutdruck und ggf. die Sauerstoffsättigung messen.
-
Adrenalin-Autoinjektor bereithalten (indiziert bei schwerer anaphylaktischer
Reaktion [Stadium II/III]).
⇒ Dieser darf in der Apotheke im Notfall angewendet werden!
Und so geht es
Zunächst muss die Schutzkappe entfernt werden. Der Schaft des Pens wird anschließend mit der dominanten Hand umfasst und in etwa 10 cm Abstand zum Oberschenkel des Patienten gehalten. Danach den Pen im rechten Winkel mit einer schnellen Bewegung kräftig gegen die Außenseite des Oberschenkels aufsetzen und drücken (auch durch Kleidung). Autoinjektor mindestens 3 Sekunden in dieser Stellung festhalten (je nach Präparat auch längere Haltezeiten von 5 oder 10 Sekunden). Der Pen muss nicht aktiv ausgelöst werden, ein festes Pressen in die Haut bewirkt eine automatische Auslösung.
Auf dem deutschen Markt befinden sich zurzeit vier verschiedene Modelle von Adrenalin-Autoinjektoren (u. a. FASTJEKT®
von der MEDA Pharma GmbH & Co. KG (A Viatris Company) bzw. EpiPen®
als Importpräparat).
Was ist, wenn es nicht besser wird?
Zur Notfallbehandlung bei anaphylaktischem Schock sollten stets zwei Pens bereitliegen, damit bei einer fehlenden klinischen Verbesserung oder falls eine Verschlechterung eintritt, noch einmal nachdosiert werden kann. In einem solchen Fall kann nach 5 bis 15 Minuten eine zweite Injektion erfolgen. Dafür wird der zweite Pen nach demselben Schema injiziert.
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