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KW 04
Freitag, 28. Januar 2022

ABGABEFRAGE

Frage an das DAP-Team

Wie lange sind Sprechstundenbedarfsrezepte, auf denen Grippeimpfstoffe verordnet wurden, gültig? Wir haben Rezepte mit Ausstellungstag 1. März 2021, die am 8. Dezember 2021 beliefert werden sollten. Ist das möglich?

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Für Ältere ab April nur noch Influenza-Hochdosis-Impfstoff

Mit zunehmendem Alter nimmt die Leistungsfähigkeit des Immunsystems ab. Ältere Menschen haben daher ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe und Krankenhausaufenthalte aufgrund von Infektionen.1 Die reduzierte Immunantwort führt dazu, dass auch die Impfung gegen das Influenzavirus weniger wirksam sein kann.1 Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt daher für Personen ab 60 Jahren eine jährliche Influenza-Impfung mit einem inaktivierten, quadrivalenten Influenza-Hochdosis-Impfstoff (QIV-HD).1,2,3 Dieser enthält gegenüber Standardimpfstoffen die vierfache Menge an HA-Antigen.3,4,5 Der erste und bislang einzige in Deutschland zugelassene ist Efluelda® des Herstellers Sanofi Pasteur.4 Schon in der Grippesaison 2021/2022 wurde der Hochdosis-Influenza-Impfstoff vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) als Standardimpfung für Personen ab 60 Jahren in die Schutzimpfungs-Richtlinie (SI-RL) aufgenommen. Damit war der G-BA der STIKO-Empfehlung gefolgt.3,6

© Sanofi Pasteur

Der G-BA legt in der Anlage 1 der SI-RL fest, welche Standard- und Indikationsimpfungen zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) abgerechnet werden können.6 Versicherte ab 60 Jahren haben demnach seit 01.04.2021 einen Anspruch auf eine Influenza-Schutzimpfung. Ein Anspruch auf eine Influenza-Schutzimpfung mit einem konventionellen, quadrivalenten Influenza-Impfstoff besteht hingegen seit dem 01.04.2021 für diese Personengruppe gemäß SI-RL nicht mehr.7 In der vergangenen Grippesaison hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) jedoch einen befristeten, ergänzenden Anspruch auf eine Schutzimpfung gegen Influenza mit einem inaktivierten, quadrivalenten Influenza-Impfstoff geregelt.8 Dieser tritt jedoch gemäß der Verordnung am 31.03.2022 außer Kraft.8

Sorgen Sie für eine sichere Patientenversorgung und bestellen Sie noch bis Ende Februar den Hochdosis-Impfstoff Efluelda® für die Influenza-Saison 2022/2023 vor!

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» Pflichttext Efluelda

» Quellen

MAT-DE-2200084v1.0 01/2022

AKTUELLES

Neue Coronavirus-Impfverordnung: Es kann losgehen!

Seit Inkrafttreten der aktualisierten Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV) in der vergangenen Woche sind die rechtlichen Grundlagen für die Coronaimpfung in Apotheken geregelt. Die Impfung darf nur von berechtigten Personen durchgeführt werden. Der zuständigen Landesapothekerkammer müssen einige Nachweise vorliegen. Welche dies sind und wie man zu einer berechtigten Person wird, erfahren Sie im Artikel.

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Anaphylaxie nach der Covid-19-Impfung – was in der Apotheke zu tun ist

Mit der Durchführung der Impfung ist die Aufgabe des Apothekers noch nicht getan. Wenn auch sehr selten, können anaphylaktische Reaktionen nach der Impfung auftreten. Auch im Curriculum der Bundesapothekerkammer (BAK) wird daher das Thema anaphylaktische Reaktionen und Maßnahmen im Rahmen des Notfallmanagements nach Covid-19-Impfungen behandelt.

Anaphylaktische Reaktionen können bei allen derzeit zugelassenen Impfstoffen gegen das Coronavirus auftreten. Der aktuelle Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts gibt eine Melderate von weniger als 1 Fall pro 100.000 Impfungen an. Nach der Erstimpfung ist sie etwas höher als bei Folgeimpfungen und bei Frauen höher als bei Männern.

FASTJEKT ® (MEDA) Quelle: Mylan

Stadien der anaphylaktischen Reaktion

Stadium I

Schwindel, Kopfschmerzen, Tremor, Hautreaktionen, z. B. Ödeme oder Erythem

Stadium II

Zusätzliche Übelkeit, Erbrechen, Blutdruckabfall, Tachykardie, Atemnot

Stadium III

Zusätzlicher Bronchospasmus, Schock

Stadium IV

Herz-Kreislauf-Stillstand

Maßnahmen in der Apotheke

  • Team informieren und den Notarzt rufen (spätestens ab Stadium II!).
  • Beim Patienten bleiben und versuchen, ihn zu beruhigen.
  • Blutdruck und ggf. die Sauerstoffsättigung messen.
  • Adrenalin-Autoinjektor bereithalten (indiziert bei schwerer anaphylaktischer
    Reaktion [Stadium II/III]).
    ⇒ Dieser darf in der Apotheke im Notfall angewendet werden!

 

Und so geht es

Zunächst muss die Schutzkappe entfernt werden. Der Schaft des Pens wird anschließend mit der dominanten Hand umfasst und in etwa 10 cm Abstand zum Oberschenkel des Patienten gehalten. Danach den Pen im rechten Winkel mit einer schnellen Bewegung kräftig gegen die Außenseite des Oberschenkels aufsetzen und drücken (auch durch Kleidung). Autoinjektor mindestens 3 Sekunden in dieser Stellung festhalten (je nach Präparat auch längere Haltezeiten von 5 oder 10 Sekunden). Der Pen muss nicht aktiv ausgelöst werden, ein festes Pressen in die Haut bewirkt eine automatische Auslösung.

Auf dem deutschen Markt befinden sich zurzeit vier verschiedene Modelle von Adrenalin-Autoinjektoren (u. a. FASTJEKT® von der MEDA Pharma GmbH & Co. KG (A Viatris Company) bzw. EpiPen® als Importpräparat).

Was ist, wenn es nicht besser wird?

Zur Notfallbehandlung bei anaphylaktischem Schock sollten stets zwei Pens bereitliegen, damit bei einer fehlenden klinischen Verbesserung oder falls eine Verschlechterung eintritt, noch einmal nachdosiert werden kann. In einem solchen Fall kann nach 5 bis 15 Minuten eine zweite Injektion erfolgen. Dafür wird der zweite Pen nach demselben Schema injiziert.

» Hier geht es zum "Video Anaphylaxie – erkennen und handeln"

» Pflichttext FASTJEKT®

Von wegen geimpft – wie erkennt man einen gefälschten Impfpass?

Das Thema Impfpassfälschungen beschäftigt derzeit viele Apotheken. Tagtäglich müssen sie entscheiden, ob ihnen der vorgelegte Impfpass plausibel erscheint und sie somit ein digitales Impfzertifikat ausstellen dürfen. Aber was bedeutet eigentlich plausibel? Und wie sollte man sich verhalten, wenn man einen Fälschungsverdacht hat? DAP bietet Ihnen dazu einen neuen Service – den FakePassCheck.

» Lesen Sie hier weiter

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