KOMMENTAR DER WOCHE

Von Apothekerin Gisela Will, DAP-Team

Kundenkarte: Schlummern hier ungenutzte Zusatzinformationen?

Im Rahmen des QuintilesIMS Round Tables „Apotheke – Ist das Marketing, oder kann das weg?“ habe ich Ende April einen interessanten Vortrag über die stief­mütterliche Nutzung der Kundenkarte in Apotheken besucht. Die Quintessenz aus dem Vortrag: Nur in den seltensten Fällen werden die gespeicherten Kudendaten gezielt genutzt, um einen wirtschaftlichen Vorteil daraus zu ziehen. Somit bleibt das eigentliche Potenzial der Kundenkarte in der Regel unausgeschöpft.

Zugegeben, ich kenne es aus der Praxis auch nur so, dass die hinterlegten Kundendaten zwar für Interaktions­checks und „bürokratische Angelegenheiten“ wie zum Beispiel das Drucken von Sammelquittungen für die Krankenkasse oder Steuererklärung genutzt werden sowie zum Versand von Geburtstags- und Weihnachts­grüßen, mehr aber auch nicht.

Foto: Gisela Will, DAP GmbH

Wissen über die eigenen Kunden nutzen

Wenn man aber kurz darüber nachdenkt, stellt man fest, dass aus den Daten mehr zu holen ist und Kunden sowie Apotheke verstärkt davon profitieren könnten: Wenn der Karteninhaber Name, Anschrift und E-Mail-Adresse hinterlässt, kann die Apotheke – EDV-gestützt – das Kaufverhalten der Kunden analysieren, auswerten und die damit gewonnenen Kundenprofile gezielt für Marketingmaßnahmen nutzen und das eigene Angebot und Lager optimieren. Kunden können dann persönlich und bedarfsgerecht mit personalisierten Mailings oder Aktionen angesprochen werden. Online-Werbenetzwerke leben uns das täglich vor: Bestellt man etwas in einem Onlineshop, wird einem auf Facebook ein passender Werbebanner präsentiert, googelt man etwas über sein nächstes Reiseziel, werden einem beim nächsten Mal auf Pinterest entsprechende Fotos angezeigt und so weiter.

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