# Laut einer US-Studie über pädiatrische Krankenhausaufenthalte zwischen 1997 und 2000.
Risikofaktoren
Welche Säuglinge einen schweren Verlauf entwickeln, lässt sich nicht vorhersagen. Obwohl einige Risikofaktoren, wie Frühgeburtlichkeit oder andere Komorbiditäten, das Auftreten eines schweren Verlaufs begünstigen, kann auch bei gesunden reifgeborenen Kindern ohne Vorerkrankungen eine Hospitalisierung aufgrund einer schweren Symptomatik nötig sein.4
Therapie und Prävention
Eine RSV-Infektion kann derzeit nicht kausal behandelt werden, sodass lediglich symptomlindernde Maßnahmen ergriffen werden können. Um eine Infektion vorzubeugen, sollte auf ausreichende Hygienemaßnahmen geachtet und bei Verdacht auf eine Infektion Kindertagestätten, Kindergärten und Schulen gemieden werden. Eine Impfung ist bisher nicht vorhanden, Risikogruppen (Frühgeborene, Kinder mit Vorerkrankungen) können mit dem monoklonalen Antikörper Palivizumab eine passive Immunisierung erhalten. Dieser muss aufgrund der kurzen Halbwertszeit allerdings monatlich intramuskulär appliziert werden.1
Die jüngsten Fortschritte bei den Strategien zur RSV-Prävention sind vielversprechend: Sowohl langwirkende monoklonale Antikörper als auch die Immunisierung durch Impfung der Mutter können wahrscheinlich nützliche Instrumente zur Prävention von schweren RSV-Infektionen sein.5
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1 Robert Koch-Institut: Respiratorische Synzytial-Virus-Infektionen (RSV), abrufbar unter: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_RSV.html, zuletzt abgerufen am 14.09.2022
2 Leader S. Pediatr Infect Dis J. 2002 Jul; 21(7): 629-32
3 Shi T, et al. Lancet. 2017; 390(10098): 946–958
4 Arriola CS et al. J Pediatric Infect Dis Soc. 2020; 9(5): 587–595
5 Navarro A et al. Emerg Themes Epidemiol. 2021; 18(1): 15
MAT-DE-2204198-1.0-10/22