Apothekenzahl in Deutschland weiter auf Abwärtskurs

Die Anzahl an Apotheken in Deutschland sinkt stetig. Ende 2021 ist sie erneut zurückgegangen, das geht aus einer Erhebung der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) hervor. Grund für das Apothekensterben sind laut ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening vor allem Personalprobleme. Sie sieht die Politik in der Pflicht, dem Abwärtstrend entgegenzusteuern.

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Seit nunmehr 10 Jahren geht die Zahl an Apotheken in Deutschland stetig zurück. So hat die ABDA für das letzte Jahr den erschreckenden Trend bestätigen können: Waren es Ende 2020 noch 18.753 Betriebsstätten, sind es Ende 2021 schon 292 weniger. Deutlich wird auch ein zunehmender Trend zur Filialisierung. Selbstständige Apotheker dürfen neben einer Hauptapotheke bis zu drei weitere Filialen betreiben. Daraus folgt, dass die Zahl der Betreiber stets kleiner ist als die Zahl der Betriebsstätten. Dass die Zahl der Selbstständigen aber so stark zurückgeht, ist für ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening eine beunruhigende Entwicklung: „Immer mehr Apothekeninhaberinnen und -inhaber geben auf, weil sie Personalprobleme haben und keine Nachfolgerinnen und Nachfolger zur Übernahme des Betriebes finden. Damit droht das Fundament des Arzneimittelversorgungssystems allmählich zu erodieren. Da ist die Politik gefordert. Mit verlässlichen Rahmenbedingungen für den Apothekenbetrieb und dem Abbau bürokratischer Lasten kann sie helfen, wieder mehr junge Apothekerinnen und Apotheker für die Selbstständigkeit zu begeistern.“

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