Neuer Naturstoff zeigt gute Wirkung gegen gramnegative Bakterien
Die Substanz Darobactin hatte das Forscherteam aus dem Bakterium Photorhabdus isoliert. Darobactin zählt zur Klasse der Peptide, besteht also aus einer kurzen Kette von – im Falle von Darobactin sieben – Aminosäuren. Doch im Gegensatz zu den meisten anderen natürlich vorkommenden Peptiden und Proteinen zeichnet sich der Stoff durch eine ungewöhnliche Struktur mit internen Verknüpfungen aus.
Nun ist es einem weiteren internationalen Team um Forscher der Universität Basel gelungen, den genauen Wirkmechanismus von Darobactin aufzuklären. Die Zielstruktur des Peptids ist demnach die nur bei gramnegativen Bakterien vorhandene zusätzliche Zellwand; genauer gesagt: das Protein BamA. Dieser Molekülkomplex ist Teil eines größeren Komplexes, der BAM genannt wird und für den Einbau anderer Proteine in die Zellwand zuständig ist. Wird der BAM-Komplex durch Darobactin gestört, verlieren die Bakterien ihre Fähigkeit, die Zusammensetzung der Zellwand zu kontrollieren und damit auch den Zugang zu Nährstoffen in der Umgebung zu steuern.
Darobactin blockiert Protein in der Zellwand
Darobactin kann laut dem Forscherteam eine 3D-Struktur einnehmen, die den natürlichen, von BAM erkannten Signalelementen sehr ähnlich ist. Dadurch gelingt es dem Peptid, sich an der Eingangspforte von BamA festzubinden und diese wirksam zu versiegeln.
» Hier geht es zum gesamten Beitrag