Dass vor allem ältere Menschen von Nebenwirkungen an der Haut betroffen sind, liegt zum einen an der veränderten Metabolisierung und Ausscheidung von Arzneistoffen aufgrund verringerter Leber- und Nierenfunktionen, zum anderen an einer im Alter steigenden Multimorbidität und Polypharmazie.
Die meisten medikamenteninduzierten Ausschläge lassen sich auf eine allergische Reaktion auf den Wirkstoff zurückführen. Dabei muss das Arzneimittel nicht zwangsläufig auf die Haut aufgebracht worden sein, auch ein orales oder intravenös verabreichtes Medikament kann zu Hautreaktionen führen. Wenn nicht bekannt ist, welches Medikament den Ausschlag verursacht, müssen ggf. alle Medikamente abgesetzt werden, um den Übeltäter zu ermitteln. Medikamenteninduzierte Ausschläge klingen normalerweise kurz nach der Absetzung der Auslöser wieder ab.
Einige Medikamentenausschläge sind allerdings so schwerwiegend, dass sie behandelt werden müssen. Die Behandlung kann dabei vom Auftragen einer juckreizstillen oder antientzündlichen Creme aus der Selbstmedikation bis hin zur stationären Aufnahme der Patienten reichen.
Juckreiz (Pruritus), trockene Haut, Hautentzündungen, Lichtempfindlichkeit, das gefährliche Stevens-Johnson-Syndrom und die toxische epidermale Nekrolyse werden im Folgenden den auslösenden Medikamenten zugeordnet.
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