DAP-UMFRAGEERGEBNIS DER WOCHE

Thema: Preisanker

Der Preisanker ist zurzeit ein leidiges Thema. Viele Apotheken melden, dass der durch die namentliche Verordnung eines Präparats gesetzte Preisanker aufgrund von Lieferengpässen überschritten werden muss. Deshalb muss häufiger Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden.

Vor diesem Hintergrund stellten wir unseren Lesern folgende Frage:

Wie häufig kommt es aktuell bei Ihnen vor, dass der Preisanker aufgrund von Lieferengpässen überschritten werden muss und eine Arztrücksprache notwendig wird?

Abb.: DAP Kurzumfrage, Quelle: DAP Networks

Das Ergebnis ist eindeutig: 63 % der 3.478 befragten Apothekenmitarbeiter gaben an, dass sie mehrmals am Tag mit dem Arzt bezüglich der Überschreitung des Preisankers aufgrund von Lieferengpässen Rücksprache halten müssen. 32 % kontaktieren den Arzt wegen dieser Thematik mehrmals in der Woche. Eine Kontaktaufnahme mehrmals im Monat oder weniger als zweimal im Monat gaben nur 42 % bzw. 12 % der Befragten als Antwort.

Der neue Rahmenvertrag ist seit dem 1. Juli in Kraft. Auch wenn die Abgabe eines Rabattarzneimittels nicht zustande kommt, müssen bestimmte Vorgaben bei der Auswahl eines preisgünstigen Arzneimittels gemäß Rahmenvertrag beachtet werden, wie z. B. der Preisanker. Eine neue Arbeitshilfe des DeutschenApothekenPortals gibt einen Überblick über die Regelungen zur Preisgrenze.

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