KLICK DER WOCHE

Selbstmedikation

Schmerzmittel für Teenies: sensible Nutzen-Risiko-Abwägung wichtig

Hannover, 07.05.2019. Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen rücken zunehmend in den Fokus: So sind rund 25 Prozent der Sieben- bis Fünfzehnjährigen von episodischem Kopfschmerz betroffen. Der Griff zu rezeptfreien Analgetika wie ASS, Ibuprofen oder Paracetamol ist dann verlockend. Doch für eine sichere Selbstmedikation müsse der Patient über ein erhebliches Maß an Erfahrung verfügen, gibt die Apothekerkammer Niedersachsen zu bedenken. Doch genau diese haben Jugendliche noch nicht. Rezeptfreie Schmerzmittel sollten erst nach fachlicher Beratung und nur mit Bedacht eingesetzt werden. Sie eignen sich keineswegs zur unkritischen Einnahme. Als Faustformel für die selbstbestimmte Einnahme gilt grundsätzlich: nicht länger als drei bis vier Tage und nicht häufiger als zehn Tage im Monat. Werden Analgetika in der Selbstmedikation zu häufig angewendet, kann sich der Schmerz verselbstständigen und ein sogenannter schmerzmittelinduzierter Kopfschmerz entstehen.

» Lesen Sie hier die Presse-Information der Apothekerkammer Niedersachsen