KLICK DER WOCHE

Forschung: In Packungsbeilagen von Wirkstoff­pflastern fehlen wichtige Hinweise zum sicheren Umgang mit den Präparaten

Heidelberg, 25. März 2019

Ein Forscher­team der Kooperations­einheit Klinische Pharmazie am Universitäts­klinikum Heidelberg hat die Packungs­beilagen von allen auf dem deutschen Markt verfügbaren Wirkstoff­pflastern – das waren 81 unter­schiedliche Packungs­beilagen im Jahr 2016 – unter­sucht. In jeder Packungs­beilage fehlten wichtige Anwendungs­hinweise.

Dies könnte die fehler­freie Anwendung der Arznei­mittel gefährden – auch wenn die formellen Vorgaben der Europäischen Zulassungs­behörde bei allen Packungs­beilagen erfüllt waren. Die Arbeit ist jetzt in der Fach­zeitschrift DMW Deutsche Medizinische Wochen­schrift veröffentlicht.

Abb.: Wie werden Pflaster korrekt aufgebracht?
In Packungs­beilagen von Wirkstoff­pflastern fehlen wichtige Hinweise zum sicheren Umgang mit den Präparaten. © Universitätsklinikum Heidelberg

Basis der aktuellen Untersuchung war eine vorange­gangene wissenschaftliche Literatur­studie der Heidelberger Forscher. Dabei wurden Anwendungs­schritte beim Gebrauch der Medikamenten­pflaster identifiziert, die fehler­anfällig waren und bei falscher Ausführung tatsächlich mit einer Neben­wirkung oder Therapie­versagen in Zusammen­hang stehen. Auf diese 28 Anwendungs­hinweise hin wurden in der aktuell veröffentlichten Studie die Packungs­beilagen untersucht. Keine Packungs­beilage enthielt alle 28 Hinweise.

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