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BOEHRINGER INGELHEIM INFORMIERT

COPD- und Asthmabehandlung:

Therapiewechsel nicht empfehlenswert

Krankheitsbilder

COPD steht für chronic obstructive pulmonary disease, zu Deutsch: chronisch obstruktive Lungen­krankheit. Das Haupt­merkmal der COPD ist eine dauer­hafte Verengung der Atem­wege (Obstruktion), die nicht heilbar ist. Ursache der Atem­wegs­verengung sind schädliche Partikel oder Gase (z. B. enthalten im Zigaretten­rauch), die in der Lunge entzündliche Prozesse auslösen. Diese Entzündungs­reaktionen wiederum führen zu einer erhöhten Aus­schüttung des Neurotransmitters Acetylcholin, der über die Bindung an die Muskarin-Rezeptoren (M1 bis M3) der Lungen zu einer weiteren Verengung der Atemwege führt.

Asthma bronchiale (von altgriechisch ἆσθμα, ‚Atemnot‘) ist eine chronische, entzündliche Erkrankung der Atemwege mit dauerhaft bestehender Über­empfindlichkeit. Die Entzündung führt bei Über­empfindlichkeit zu anfallsweiser Atemnot infolge einer Verengung der Atemwege, einer sogenannten Bronchial­obstruktion, die reversibel ist, aber lebens­bedrohlich sein kann. Auslöser sind neben Atemwegs­infektionen u. a. kalte Luft, Luft­verschmutzung, körperliche Anstrengung und Allergene, die häufig durch die Luft übertragen werden, z. B. Haustier-, Haushalts- und Umwelt­allergene (Tierhaare, Pollen, Schimmel­sporen, Milben u. a.).

Leitlinie der guten Substitutionspraxis: Austausch kann kritisch sein!

Die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft e. V. veröffentlicht in ihrer Leitlinie „Gute Substitutions­praxis“, dass eine Substitution bzw. ein Austausch von Anti­asthmatika und pulmonal angewendeten Arznei­mitteln kritisch sein kann.1 Durch eine Substitution können die Adhärenz und der Therapie­erfolg gefährdet werden. Dieser Gesichts­punkt sollte in der Apotheke bei einem möglichen Austausch, etwa aufgrund von Rabatt­verträgen oder einem grund­sätzlich möglichen Aut-idem-Austausch, berücksichtigt werden. Im Fokus sollte die gleichbleibende Therapie des Patienten stehen; um diese zu unterstützen, ist es auch möglich, den Arzt um eine Verordnung mit Aut-idem-Kreuz zu bitten. Andernfalls kann der jeweilige Apotheken­mitarbeiter die Substitution auch durch die Anwendung Pharmazeutischer Bedenken umgehen.

Therapie

Im Rahmen der Therapie von Asthma und COPD werden folgende Wirkstoffgruppen und Wirkstoffe eingesetzt.

Wirkstoffgruppe/WirkstoffeEffekt
Anticholinergika
z. B. Tiotropium
parasympatholytisch: Entspannung der krankhaft verkrampften Bronchialmuskulatur, Herabsetzung des Atemwegswiderstandes
β2-Sympathomimetika
z. B. Salbutamol, Olodaterol, Salmeterol, Formoterol
sympathomimetisch; Weitstellung der Bronchialmuskulatur
Glukokortikoide
z. B. Fluticason, Budesonid
immunsuppressiv, antiphlogistisch, antiallergisch


Die Applikation der Wirkstoffe findet über bestimmte Inhalatoren statt (z. B. Respimat®). So wird sichergestellt, dass die Wirkstoffe den Wirkort erreichen (Lunge, Bronchien).

Nützliche Links:

» www.boehringer-interaktiv.de/der-respimat

» Leitlinie „Gute Substitutionspraxis“

1 Blume et al. Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft e. V. Leitlinie „Gute Substitutionspraxis“ 2014
https://www.dphg.de/fileadmin/content/pdfs/dphg_leitlinie_gute_substitutionspraxis.pdf