In Europa weisen fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung ein Eisendefizit auf.1 Das Hauptproblem der oralen Eisensubstitution liegt darin begründet, dass viele orale Eisen-II-Präparate gastrointestinal schlecht verträglich sind.2,3 Doch nicht nur zur Behandlung eines diagnostizierten Eisenmangels, wenn orales Eisen nicht vertragen wird, sondern auch wenn orale Eisenpräparate unwirksam sind oder nicht angewendet werden können4, sollte laut Leitlinien3,5 eine intravenöse Eisengabe in Erwägung gezogen werden. Für die intravenöse Eisensubstitution stehen unterschiedliche Eisen-Kohlenhydrat-Komplexe zur Verfügung, die sich in ihren physiko-chemischen und pharmakologischen Eigenschaften unterscheiden: Nicht nur das Eisen, sondern auch die Kohlenhydrate sind von erheblicher Bedeutung für die Wirkung, weil diese die Pharmakokinetik steuern.6 Ferinject® ist ein dextranfreies7, intravenös zu verabreichendes Eisenpräparat (Eisencarboxymaltose), das für die Behandlung von Eisenmangelzuständen zugelassen ist, wenn orale Eisenpräparate unwirksam sind oder nicht angewendet werden können.4
1 Hastka J et al. Eisenmangel und Eisenmangelanämie. Stand April 2011. Online veröffentlicht unter: https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/eisenmangel-und-eisenmangelanaemie/@@view/html/index.html (letzter Zugriff 09/2018)
2 Metzgeroth G et al. Internist 2015; 56:978-988
3 Dignass AU et al s. Oben analog
4 Fachinformation Ferinject®, Stand April 2017
5 Ponikowski P, Voors AA, Anker SD, et al. Eur J Heart Fail. 2016; 18 (8): 891–975.
6 Lipp, H., Eisen i.v. und die Aut-idem-Problematik. Deutsche Apotheker Zeitung, 2016. 156. Jahrgang (9).
7 Geisser P. The pharmacology and safety profile of ferric carboxymaltose (Ferinject®): structure/reactivity relationships of iron preparations. Port J Nephrol Hypert 2009; 23: 11-16.