Pharmazeutische Bedenken: „Topisch applizierte Arzneiformen“

Apotheker können von der Substitution bzw. der Abgabe rabattbegünstigter Arzneimittel absehen, wenn dem im konkreten Einzelfall – aus Sicht des Apothekers – Pharmazeutische Bedenken (ApBetrO § 17 Abs. 5) entgegenstehen.

Diese Möglichkeit ist noch immer nicht hinreichend bekannt. Zudem befürchten viele Apotheker, dass sie sich bei Nutzung dieser Möglichkeit einem erhöhten Retaxationsrisiko aussetzen.

In dieser Newsletter-Rubrik behandeln wir verschiedene Darreichungsformen, bei denen eine Substitution kritisch sein kann.

Heute: Topisch applizierte, lokal wirksame Arzneiformen

Topisch applizierte, lokal wirksame Arzneiformen werden in der Leitlinie „Gute Substitutionspraxis“ der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft e. V. unter den Darreichungsformen genannt, für die eine Substitution als kritisch zu beurteilen ist.

Bei topisch applizierten, lokal wirksamen Arzneimitteln hängt die Wirksamkeit nicht nur von dem eingesetzten Wirkstoff und der Wirkstoffmenge, sondern ganz wesentlich auch von der jeweiligen Grundlage, dem sogenannten Vehikel ab (z. B. Salbe, Creme, Lösung).