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Abgabehilfe zu Madopar®: Leitfaden zur Abgabe von Original vs. Import und Produktübersicht

Tabellarisch werden Original- vs. Importverordnungen mit und ohne Aut-idem-Kreuz erläutert und retaxvermeidende Tipps gegeben. Eine Aufstellung aller im Handel befindlicher Madopar®-Produkte stellt die breite Auswahl an verschiedenen Darreichungsformen vor, nebst besonderer Merkmale.

Madopar® mit der Wirkstoffkombination Levodopa/Benserazid der Roche Pharma AG gilt als Mittel 1. Wahl bei der Parkinson-Therapie. Diese langsam fortschreitende neurodegenerative Erkrankung führt zu verlangsamten Bewegungen, Muskelzittern, Schluckbeschwerden bis hin zur völligen Starre. Diese Symptomatik kann die Medikamenteneinnahme stark erschweren, daher ist es essentiell für Parkinsonerkrankte, gut eingestellt zu sein und compliancefördernd, wenn sie ihr bereits vertrautes Medikament erhalten.

Vorsicht bei Importen, die teurer sind als das Original!

Bei der Belieferung von Original- und Importrezepten müssen zahlreiche vertragliche Regelungen beachtet werden. Hat der Arzt z. B. ein Präparat eindeutig verordnet (Produktnamen und/oder PZN genannt), setzt er damit eine Preisgrenze. D. h., werden auf eine eindeutige Verordnung Präparate abgegeben, die diese gesetzte Preisgrenze übersteigen, droht eine Retaxation.

Verordnungs-Beispiel: Madopar LT TAB 100 St. N3 Roche Pharma GmbH PZN: 08699784

Beim Aut-idem-Vergleich im Kassensystem erscheint folgende Übersicht:

Aus der Anzeige wird ersichtlich, dass ein teurerer Import verfügbar ist. Wird dieser auf eine Originalverordnung abgegeben, so droht den Apotheken eine Retaxation.

Zahlreiche Darreichungsformen stehen zur Auswahl

Im Handel sind vier verschiedene Darreichungsformen von Madopar® erhältlich. Hierdurch kann eine patientenindividuelle Therapie ermöglicht werden, je nach Zustand und Stadium der erkrankten Person.


Abb. Produktübersicht Madopar®

Neben Hartkapseln und viertelbaren Tabletten gibt es eine lösliche Tablette (abgekürzt mit LT) für Patienten mit Schluckbeschwerden sowie eine retardierte Depot-Kapsel. Durch das Depot-Prinzip wird ein gleichmäßiger L-Dopa-Plasmaspiegel garantiert, wodurch sich die Depot-Kapsel zur Zusatztherapie für Patienten, die bereits eine nicht-retardierte Form erhalten, eignet.

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