Unberechtigte Retax wegen Überschreitung der Abgabefrist
In unserem Retax-Newsletter vom 04.02.2016 „DAK-Retax unterscheidet nicht zwischen fristgerechter Vorlage und Abgabe“ mussten wir über das starke Ansteigen von DAK-Retaxationen berichten, die wegen vermeintlicher Überschreitung der Abgabefrist ausgesprochen werden.
Wir hatten gezeigt, dass es für diese Retaxationen bei vdek-Kassen keine Vertragsgrundlage gibt, da sich der vdek-Vertrag in § 4 (6) sinnvollerweise nicht auf die Abgabe der Arzneimittel, sondern auf die fristgerechte Vorlage der Verordnungen bezieht.
Im Gegensatz dazu beziehen sich die RVO-Versorgungsverträge auf die Abgabe der Arzneimittel, die i. d. R. innerhalb eines Monats nach Rezeptausstellung erfolgen muss.
Dennoch gibt es auch bei den RVO-Kassen vertraglich nicht legitimierte Retaxationen, wie die Mitteilung einer Apotheke an ihre ca. 8.400 Kollegen und Kolleginnen des DAP-Retaxforums zeigt. Die Apotheke berichtet, dass sie trotz eines Rezeptvermerks von der AOK Rheinland/Hamburg in zwei Fällen wegen verspäteter Abgabe einer Desensibilisierungsverordnung retaxiert wurde.
Der Bitte um Zusendung der anonymisierten Vertragsunterlagen ist die betroffene Apotheke gerne nachgekommen:
Verordnung 1: Depigoid Birke Fortsetzung 2 x Flasche 2
Verordnung 2: Depigoid Derm. pter. / Derm. farinae Fortsetzung
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