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Service-News

3. Juni 2026

APOTHEKE FRAGT – DAP ANTWORTET

APOTHEKE FRAGT – DAP ANTWORTET

Rx-Abgabe ohne Rezept?

Offenbar wurde in den allge­meinen Nach­richten bereits über die Apotheken­reform berichtet – bei uns kam gestern der erste Kunde, der sein Blut­druck­arznei­mittel ohne Rezept abholen wollte. Nach unserer Ein­schätzung ist das noch ver­früht und wir haben ihn an seinen behandelnden Arzt verwiesen.

War diese Vorgehens­weise korrekt?

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Bildquelle: Stokkete/Shutterstock.com

AKTUELLES AUS DEM DAP DIALOG 92

Erfolg: Einspruch statt­ge­geben

Zuzahlungs­retax wird zurück­ge­nommen

In unserem Retax-Newsletter stellen wir regel­mäßig aktuelle Retaxationen vor. Gerne berichten wir aber auch über Ein­sprüche, die für die Apotheke einen guten Aus­gang nahmen. So auch in folgendem Fall, bei dem eine Zuzahlungs­retax zurück­ge­nommen wurde.

Zum Artikel aus dem DAP Dialog 92 (PDF)
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AKTUELLES

EU will Arzneimittelversorgung absichern

Herstellung wichtiger Medikamente in Europa

Die EU zieht Konsequenzen aus jahre­langen Liefer­eng­pässen bei essenziellen Arznei­mitteln. Anti­biotika, Schmerz­mittel und Kinder­fieber­säfte, aber auch Krebs­mittel waren zuletzt immer wieder knapp – mit spürbarer Mehr­arbeit für Apotheken­teams und zahl­reichen Umstel­lungen für Patientinnen und Patienten.

Nun hat sich die Europäische Union auf neue Regeln ver­ständigt. Ziel ist es, die Ab­hängig­keit von asia­tischen Her­stellern zu reduzieren und die Ver­sorgungs­sicher­heit zu stärken.

Bild: KI-generiert

Künftig sollen bei öffentlichen Ausschreibungen europäische Hersteller bevorzugt werden, wenn bei kritischen Arzneimitteln starke Abhängigkeiten von einzelnen Drittstaaten bestehen. Nach EU-Angaben stammen derzeit rund 80 bis 90 % vieler Wirkstoffe oder Fertigarzneimittel aus Asien – eine strukturelle Abhängigkeit, die sich in Krisenzeiten als hochproblematisch erwiesen hat.

Außerdem sollen sogenannte strategische Projekte schneller genehmigt und leichter gefördert werden. EU-Staaten sollen wichtige Medikamente zudem gemeinsam beschaffen können – etwa bei Arzneimitteln für seltene Erkrankungen.

Als kritische Arzneimittel gelten Präparate, für die es kaum Alternativen gibt und deren Fehlen Patientinnen und Patienten ernsthaft gefährden würde. Dazu zählen unter anderem Antibiotika, Krebsmedikamente sowie Herz-Kreislauf-Arzneimittel.

Die Einigung muss noch formal von EU-Parlament und Mitgliedstaaten bestätigt werden, gilt aber als weitgehend beschlossen. Kurzfristig werden sich Engpässe kaum auflösen, doch für Apotheken könnte die Reform langfristig zu stabileren Lieferketten und weniger Engpässen bei versorgungskritischen Arzneimitteln führen.

AKTUELLES

Tag der Organ­spende

Vor-Ort-Apotheken können wichtige Aufklärungs­arbeit leisten

Am ersten Samstag im Juni findet jährlich der Tag der Organ­spende statt – ein Anlass, der auch Vor-Ort-Apotheken die Möglich­keit bietet, Patien­tinnen und Patienten über Organ­spenden zu infor­mieren und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Der Bedarf an Spender­organen bleibt in Deutsch­land weiterhin hoch: Ende 2025 warteten rund 8.200 Menschen auf ein Spender­organ, etwa drei Viertel davon auf eine Niere.

Alexander Raths – stock.adobe.com

Bundesweit gab es im vergangenen Jahr 985 post­mortale Organ­spenderinnen und -spender, durch deren Spende insge­samt 3.020 Organe ent­nom­men und trans­plantiert werden konnten.

Organspende auch im hohen Alter möglich

Vielen Menschen ist zudem nicht bewusst, dass es für die Organ­spende keine feste Alters­grenze gibt. Entscheidend ist nicht das kalenda­rische Alter, sondern der gesund­heitliche Zustand der Organe. Selbst Menschen jenseits des 80. Lebens­jahres können noch Organe spenden. Die bislang älteste Organ­spenderin Deutsch­lands war 98 Jahre alt und ihre Leber konnte erfolg­reich trans­plantiert werden.

Insbe­sondere Nieren und Lebern älterer Menschen eignen sich häufig weiter­hin für eine Trans­plantation. Für Nieren­transplan­tationen existiert mit dem „European Senior Program“ zudem ein spezielles Ver­mittlungs­programm für Menschen über 65 Jahre.

Auch Vorer­krankungen schließen eine Organ­spende nicht grund­sätzlich aus. Nur wenige Erkrankungen gelten als Aus­schluss­gründe, etwa bestimmte akute Tumor­erkrankungen oder nicht behandel­bare Infektionen. Ob eine Organ­spende möglich ist, wird immer indivi­duell medizinisch geprüft.

Apotheken können niedrig­schwellig informieren

Vor-Ort-Apotheken können rund um den Tag der Organspende niedrigschwellig informieren – etwa durch das Auslegen von Organ­spende­aus­weisen und Informations­materialien oder durch Hin­weise auf das digitale Organ­spende-Register. Bereits kurze Gespräche können dazu bei­tragen, dass sich Menschen bewusst mit dem Thema aus­einander­setzen und eine persön­liche Ent­scheidung treffen.

„Jede doku­men­tierte Ent­scheidung zur Organ­spende ist wichtig, unab­hängig davon, wie sie aus­fällt“, betont die Deutsche Stiftung Organ­transplantation. „Vor-Ort-Apotheken können Menschen dabei unter­stützen, sich niedrig­schwellig mit dem Thema aus­ein­ander­zu­setzen.“

Unter www.organspende-info.de finden interessierte Bürgerinnen und Bürger umfassende Informationen rund um das Thema Organspende. Kostenlose Broschüren und Organ­spende­aus­weise können Apotheken zudem beim Bundes­institut für Öffentliche Gesund­heit (BIÖG) bestellen.

Auf den Materialien des BIÖG sowie auf den Organ­spende­aus­weisen ist außer­dem die Nummer des gebühren­freien Info­telefons Organ­spende angegeben. Für weiter­gehende medizinische Beratungen stehen Haus­ärztinnen und -ärzte als Ansprech­partner zur Verfügung.

Quellen:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, www.organspende-info.de: Statistiken zur Organspende
Deutsche Stiftung Organ­trans­plantation, https://dso.de/dso/

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1 Schellenberg. Dose-dependent efficacy of the Vitex agnus cestus extract Ze 440 in patients suffering from premenstrual syndrome. Phytomedicine 2012; 19(14): 1325–1331. https://doi.org/10.1016/j.phymed.2012.08.006

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