Gibt es nach wie vor die Zuzahlungsregel, dass bei einem Lieferengpass einer großen Packung und daraus folgender Abgabe mehrerer kleiner Packungen die Zuzahlung nach der verordneten Packung berechnet wird? Wenn z. B. zweimal 50 Tabletten anstelle von 100 Tabletten abgegeben werden, werden ggf. 5 € Zuzahlung einbehalten (für die 100er-Packung) und nicht 2 x 5 € (für 2 x 50 Tbl.) – richtig? In unserem Team entstand die Diskussion, dass dies nur ginge, wenn es sich beim Ursprungsartikel um einen Rabattartikel handelte.
Ich kann diese Einschränkung aber nirgends belegt finden. Meiner Meinung nach soll den Versicherten in jedem Fall die günstigste Variante berechnet werden. Habe ich irgendetwas nicht mitbekommen?
Jetzt aktualisiert: DAP-Arbeitsbuch und Retaxfallen
Retaxationen sind weiterhin ein ständiger Begleiter in Apotheken. Die Kenntnis der wichtigsten Retaxfallen ist essenziell, um diesen vorzubeugen. Mit dem DAP-Arbeitsbuch und den Retaxfallen stehen Apotheken zwei wichtige Druckwerke zur Verfügung, die in der Apothekenpraxis bei der Rezeptbearbeitung und der Vorbeugung von Retaxationen unterstützen.
Beide Werke sind nun in aktualisierter Version im Shop des Deutschen Apotheker Verlags erhältlich.
Neues FAQ zum Biologika-Austausch – Sicherheit für Apothekenteams
Alles Neue verunsichert zunächst einmal. Gerade bei Biologika ist diese Verunsicherung besonders nachvollziehbar: Die betroffenen Patientinnen und Patienten gehören häufig zu einer vulnerablen Gruppe mit langen Krankheitsverläufen und entsprechend hoher Sensibilität gegenüber Therapieumstellungen. Hier sind Empathie, fachliche Kompetenz und eine klare Kommunikation entscheidend.
Doch nicht nur auf Patientenseite bestehen Fragen: Auch Apothekenteams sehen sich mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Aktuelle Umfragen zeigen, dass insbesondere Unsicherheiten hinsichtlich der Austauschregeln sowie die Sorge vor Retaxationen – angesichts der hohen Therapiekosten durchaus berechtigt – eine große Rolle spielen.
Mit Inkrafttreten der neuen Regelungen zum Biologika-Austausch gemäß § 40c der Arzneimittel-Richtlinie zum 01.04.2026 steigt die Verantwortung in der Offizin weiter. Gleichzeitig bietet sich die Chance, pharmazeutische Kompetenz noch stärker sichtbar zu machen.
Unser FAQ wurde speziell für Apothekenteams entwickelt, um hier gezielt zu unterstützen:
Die freie Entscheidung, ob und wann jemand Kinder bekommt, gehört zum Recht auf Selbstbestimmung. Wie aber sieht eine zeitgemäße und gleichberechtigte Verhütung aus? Viele Frauen stehen der Pille heute kritisch gegenüber und viele Männer würden gerne mehr Verantwortung übernehmen. An diesem Ausgangspunkt starteten Anfang Februar vier interdisziplinäre Forschungsverbünde mit neuen Projekten. Ihr Ansatz: neue Verhütungsmittel entwickeln und bestehende Optionen verbessern. Dabei sollen alle Geschlechter und unterschiedliche Lebensphasen Berücksichtigung finden.
Drei Verbünde forschen dabei zu neuen nicht-hormonellen Verhütungsmitteln, die beispielsweise mithilfe von hochselektiven Hemmstoffen die Befruchtung verhindern oder den Spermientransport einschränken können. In einem weiteren Verbund werden Zyklus-Apps dazu untersucht, wie sie die Familienplanung sicherer und anwenderfreundlicher unterstützen können.
Die Projekte werden vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) mit rund 12 Millionen Euro unterstützt. Die Förderung erfolgt über die Dauer von 3 Jahren.
Weitere Informationen zu den vier Projekten finden Sie auf der Seite des BMFTR.
Pressemitteilung 7/2026 des BMFTR vom 02.02.2026 (https://www.bmftr.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2026/02/verhuetungsmitteln.html)
Informationen des BMFTR (https://www.gesundheitsforschung-bmftr.de/de/verhutungsmittelforschung-fur-alle-geschlechter-19281.php, zuletzt aufgerufen am 12.02.2026)
DAZ.ONLINE INFORMIERT
Studie im Vergleich zu Nicotin-Pflaster
Rauchfrei dank Psilocybin?
Jährlich sterben in den USA etwa 480.000 Menschen an tabakbedingten Erkrankungen; weltweit sind es rund acht Millionen. Ein Rauchstopp mithilfe von Nicotin-Ersatzprodukten ist auf Dauer nicht immer erfolgreich. Eine neue Studie deutet nun darauf hin, dass Psilocybin als Therapieansatz wirksamer sein könnte.
SafetyFIRST: Hintergrund, Struktur und Ziele des AMTS-Modellprojekts
SafetyFIRST ist ein deutschlandweit angelegtes Modellprojekt zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) bei Patientinnen und Patienten mit oraler Tumortherapie.
Es geht über einzelne Beratungsangebote hinaus und will ein flächendeckendes Sicherheitsnetz etablieren, das die Begleitung, Schulung und interprofessionelle Zusammenarbeit in der Versorgung stärkt.
Hinweis: Anregungen, Kritik und Themenwünsche zum Newsletter können gerne per Mail an info@deutschesapothekenportal.de geschickt werden. Wir freuen uns auf Ihr Feedback!
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