Uns liegt ein Rezept über „Beyfortus 100 mg Inj.-Lsg. i. e. Fertigspr. o. Kan. 1 St. PZN 18425786“ vor. Wir bekommen zurzeit aber nur die importierte Großpackung mit 5 Stück. Dürfen wir diese auseinzeln?
Bis 31.03.2025 läuft der Vorverkauf der Influenza-Impfstoffe Efluelda®1 und Vaxigrip®2 von Sanofi für die Saison 2025/2026. Wichtig ist, jetzt für ausreichende Impfdosen-Vorräte zu sorgen, um den Bedarf für die nächste Saison zu sichern.
Übrigens: Sanofi hat den Preis für Efluelda® für die Saison 2025/2026 gesenkt und sichert damit eine wirtschaftliche Verordnung.
Nur für Efluelda® gilt: RCT belegt überlegene Wirksamkeit
In der Saison 2025/2026 gehört der Hochdosis-Influenza-Impfstoff weiterhin zu den STIKO-empfohlenen Influenza-Impfstoffen für Menschen ab 60 Jahren.a,3,4 In ihrer Stellungnahme zur aktuellen STIKO-Empfehlung schließen sich die Fachgesellschaften DGK und DDG einer „Gleichbehandlung“ der beiden empfohlenen Influenza-Impfstoffe für Menschen ab 60 Jahren nicht an. Denn beim adjuvantierten Impfstoff basiert die Datenlage allein auf Beobachtungsstudien, wohingegen beim Hochdosis-Impfstoff die Evidenz auf zumindest einer RCT beruht.5
Überzeugende Datenlage spricht für Efluelda®
Tatsächlich ist der einzige in Deutschland zugelassene Hochdosis-Influenza-Impfstoff6 Efluelda® zugleich der einzige Influenza-Impfstoff, der in einer RCT eine überlegene Wirksamkeit (rVE: 24 %; 95-%-KI: 9,7–36,5) vs. standarddosiertem Influenza-Impfstoff bei älteren Erwachsenen zeigen konnte.b,1,7 Nach einer Metaanalyse kann der Hochdosis-Influenza-Impfstoff bei Personen ab 65 Jahren zudem 16,7 % (95-%-KI: 13,8–19,5) der kardiorespiratorischen und 27,8 % (95-%-KI: 12,5–40,5) der Pneumonie-bedingten Hospitalisierungen aufgrund von Influenza vs. konventionellen, standarddosierten Influenza-Impfstoffen reduzieren.c,8
Im ersten Epidemiologischen Bulletin des Jahres 2025 hat das RKI die Meldezahlen von unterschiedlichen Krankheiten und Erregern der letzten beiden Jahre (2023 und 2024) miteinander verglichen. Daraus lässt sich erkennen, dass bei vielen Krankheiten, die durch eine Impfung verhindert werden können, ein Anstieg zu verzeichnen ist.
Zulassungsempfehlung für neuartigen mRNA-Impfstoff
Im Dezember 2024 hat der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) dem COVID-19-mRNA-Impfstoff Kostaive von Arcturus Therapeutics eine Zulassungsempfehlung ausgesprochen.
Wie die bereits bekannten COVID-19-mRNA-Imfpstoffe codiert auch die mRNA des neuen Impfstoffs für das SARS-CoV-2-Spike-Protein. Neuartig ist jedoch, dass der neue Impfstoff zusätzlich selbstamplifizierende Messenger-RNA enthält. Die mRNA enthält neben der Bauanleitung für das Spike-Protein auch die Anleitung für das Enzym Replikase. Wird der Impfstoff in den Muskel injiziert, sorgt die Replikase für mehr Kopien der mRNA, was zu mehr Spike-Proteinen führt und zur Folge hat, dass der Körper mehr Antikörper bildet.
Die Entscheidung der Europäischen Kommission über die Zulassungsempfehlung steht noch aus.
Zulassungsempfehlung für ersten Chikungunya-Impfstoff
Ende Januar hat der Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) in einem beschleunigten Verfahren eine Zulassungsempfehlung für den Impfstoff Vimkunya® von Bavarian Nordic A/S ausgesprochen. Der Impfstoff basiert auf virusähnlichen Partikeln und wurde gegen das Chikungunya-Virus entwickelt, das sich auch in Europa ausbreitet. Was hat es mit dem Impfstoff auf sich?
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