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Impf-News

9. Oktober 2024

ABGABEFRAGE

Beyfortus® – Einzel­ver­ordnung oder Sprech­stunden­bedarf?

Eine benachbarte Kinder­arzt­praxis hat bei uns ange­fragt, ob die Bestellung und Ab­gabe von Beyfortus® möglich ist. Soweit wir heraus­finden konnten, ist Beyfortus® erstattungs­fähig.

Wir sind uns aber nicht sicher, wie Beyfortus® verordnet werden muss – als Einzel­verordnung auf Kassen­rezept, oder darf es nur als Sprech­stunden­bedarf ver­ordnet werden?

Müssen noch weitere Formalien bei der Ver­ordnung beachtet werden?

Lesen Sie hier die Antwort

Bildquelle: surasak – stock.adobe.com

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Herbst­­zeit ist Grippe­zeit: Jetzt an Grippe­­schutz denken!

Bereits 2003 empfahl die WHO, die Impf­quote von Influenza bei älteren Personen in Europa bis 2010 auf 75 % zu erhöhen.1 Doch auch 14 Jahre später sind die Impf­­quoten in Deutsch­­land noch viel zu niedrig. In der Saison 2021/22 ließen sich von den über 60-Jährigen gerade einmal 43 % gegen Grippe impfen.2 Dabei haben neben bestimmten Risiko­­gruppen vor allem Personen ab 60 Jahren auf­grund von Immunseneszenz und alters­­bedingten bzw. chronischen Erkrankungen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krank­­heits­verlauf.3# Als Folge kann auch das Risiko für Folge­­erkrankungen wie Herz­infarkte und Schlag­­anfälle steigen.4

Milos – stock.adobe.com


Den empfohlenen Impf­stoff richtig wählen

Mit zu­nehmendem Alter nimmt die Leistungs­fähigkeit des Immun­systems ab. Ältere Menschen sind daher nicht nur anfäl­liger für Infektionen, sondern reagieren auch weniger stark auf Impfungen. Aus diesem Grund empfiehlt die STIKO seit 2021 allen Personen ab 60 Jahren die Impfung mit einem inakti­vierten Hoch­dosis-Influenza-Impf­stoff, der auf der aktuellen von der WHO empfohlenen Anti­gen­kombi­nation basiert.3,3a#,5 Im Vergleich zu den konventionellen standard­dosierten Influenza-Impf­stoffen konnte für den Hoch­dosis-Influenza-Impfstoff eine gering­fügige, aber signifikante Überlegen­heit der Impf­effektivität bei älteren Menschen nach­ge­wiesen werden.3#

Aktuell ist Efluelda® Tetra von Sanofi der einzige zuge­lassene tetra­valente Hoch­dosis-Influenza-Impf­stoff für Personen ab 60 Jahren.6,7

Personen unter 60 Jahren sollten mit einem standard­dosierten Influenza-Impf­stoff, wie z. B. Vaxigrip Tetra®, geimpft werden. Vaxigrip Tetra® ist der einzige Standard-Influenza-Impf­stoff, der ab 6 Monaten einge­setzt werden kann und speziell für Schwangere sowie zum passiven Schutz von Säug­lingen bis zu einem Alter von weniger als 6 Monaten nach der mütter­lichen Immuni­sierung während der Schwanger­schaft zuge­lassen ist.8

Influenza-Impf­quote erhöhen

Ein zentrales Ziel im Gesund­heits­wesen ist es, die Impf­quote auf die empfohlenen 75 % zu steigern. Seit die Grippe­impfung zu einer Regel­leistung in öffentlichen Apotheken geworden ist, können diese nun durch die Durch­führung der Grippe­schutz­impfung aktiv dazu beitragen, die Impf­quote nach­haltig zu verbessern.

Mehr Informationen zum Thema Grippe­impfung sowie eine BAK-zertifizierte-Fort­bildung zur Grippe­impfung in der Apotheke finden Sie hier:

Mehr Informationen

Quellen:

1 WHO: Managing seasonal vaccination policies and coverage in the European Region, https://www.who.int/europe/activities/managing-seasonal-vaccination-policies-and-coverage-in-the-european-region

2 RKI: Epid Bull 2022; 49. https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2022/Ausgaben/49_22.pdf?__blob=publicationFile

3 RKI: Epid Bull 2021; 1 https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2021/Ausgaben/01_21.pdf?__blob=publicationFile

3a RKI: Epid Bull 2024; 4 https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2024/Ausgaben/04_24.pdf?__bl ob=publicationFile

4 Warren-Gash C et al. Eur Respir J 2018; DOI: 10.1183/13993003.01794-2017. PMID: 29563170

5 G-BA: Schutzimpfungs-Richtlinie. https://www.g-ba.de/downloads/62-492-3582/SI-RL_2024-09-03_iK-2024-09-27_AT-26-09-2024-B5.pdf

6 PEI: Arzneimittel. Impf­stoffe. Saisonale Influenza­impfstoffe 2024/2025

7 Fach­information Efluelda® Tetra, Stand: Juni 2024

8 Fach­information Vaxigrip Tetra®, Stand: Mai 2024

# Der STIKO-Empfehlung liegt ein systematischer Review der Evidenz zur Wirksamkeit und Sicherheit des jeweiligen weiter­entwickelten Influenza-Impf­stoffes (MF-59-adjuvantierter Impf­stoff, Zell­kultur-basierter Impf­stoff, Hoch­dosis-Impf­stoff und rekombinanter Impf­stoff) zugrunde. Herange­zogen wurden zu diesen Impf­stoffen vorliegende Studien, in denen diese jeweils mit konventionellen Influenza-Impf­stoffen u. a. bei der Ver­hinderung von labor­bestätigter Influenza bei Erwachsenen ver­glichen wurden.

» Pflichttext Efluelda® Tetra (PDF)

» Pflichttext Vaxigrip Tetra® (PDF)

MAT-DE-2403284v1.0_10/2024

DAP Kompendium Influenza-Impfung in der Apotheke

AKTUELLES

STIKO-Empfehlung: RSV-Impfung für Erwachsene

Die STIKO hat Anfang August die Empfehlung für die RSV-Impfung für Erwachsene veröffentlicht. Sie empfiehlt allen Personen über 75 Jahre eine einmalige Impfung im September/Anfang Oktober, um für die anstehende Saison (ca. November bis April) best­möglichen Schutz aufbauen zu können. Für Personen zwischen 60 und 74 Jahren empfiehlt die STIKO nur dann eine ein­malige Impfung, wenn sie eine schwere Form einer Grund­erkrankung haben oder in einer Einrichtung der Pflege leben.

kitaswet – stock.adobe.com


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AKTUELLES

Erster mRNA-Impfstoff gegen RSV zugelassen

Ende August hat die Europäische Kommission den ersten mRNA-Impf­stoff (mResiva®) gegen RSV zuge­lassen. Der Impf­stoff mResiva® von Moderna ist zuge­lassen zur aktiven Immunisierung von Erwachsenen im Alter von 60 Jahren und älter zur Prävention von durch das Respiratorische Synzytial-Virus verur­sachten Erkrankungen der unteren Atem­wege (engl. lower respiratory tract disease, LRTD). Achtung: Die neue STIKO-Empfehlung bein­haltet nur protein­basierte Impf­stoffe. Somit können nach Inkraft­treten der STIKO-Empfehlung nur die protein­basierten Impf­stoffe Abrysvo® und Arexvy® zulasten der GKV abge­rechnet werden.

RETAX

Achtung Retaxfalle: Abrechnung der Grippeimpfung in der Apotheke

Wir bekamen vor kurzem folgende Anfrage von einer Apotheke:

„Letzte Woche erhielten wir von der Handels­kranken­kasse eine Null­retax im Wert von 47,24 €. Die Kranken­kasse hatte zwei von uns durch­ge­führte Grippe­impfungen auf null retaxiert, mit folgender Begründung: Vorname impfende Person fehlt. Unsere Software druckt immer nur den Nach­namen auf das Rezept, wir haben das Rezept aber zusätzlich mit ‚Dr. B.M. Nachname‘ abge­stempelt. Wir können die Retaxation nicht nach­voll­ziehen, da durch den Stempel und auch durch den Nach­namen, der nur einmal im Team existiert, die Impfung ein­deutig einem Mit­arbeiter zuzu­ordnen ist.“

ytemha34 – stock.adobe.com


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AKTUELLES

BioNTech/Pfizer erhält Zulassung für weiteren COVID-19-Impfstoff

Mitte September erhielt der an Omikron KP.2 ange­passte COVID-19-Impf­stoff von BioNTech/Pfizer die positive Beurteilung für die Markt­zu­lassung vom Aus­schuss für Human­arznei­mittel (CHMP) der EMA. Ende September folgte die Zulassung der Europäischen Kommission.

Im Juli hatte die Europäische Kommission bereits den an Omikron JN.1 ange­passten COVID-19-Impf­stoff von BioNTech/Pfizer zuge­lassen. Somit werden in dieser Saison in der EU die beiden varianten­ange­passten Impf­stoffe COMIRNATY JN.1 sowie COMIRNATY KP.2 parallel zur Verfügung stehen. COMIRNATY KP.2 gibt es in drei unter­schiedlichen Dosierungen: COMIRNATY KP.2 30 µg pro Dosis ab 12 Jahren, COMIRNATY KP.2 3 10 µg pro Dosis ab 5 bis 11 Jahre und COMIRNATY KP.2 3 µg pro Dosis ab 6 Monaten bis 4 Jahre.

BioNTech: Presse­mitteilung: Pfizer und BioNTech erhalten positive CHMP-Empfehlung für an Omikron KP.2 ange­passten COVID-19-Impf­stoff in der Europäischen Union, Stand: 20.09.2024

Hinweis: Anregungen, Kritik und Themenwünsche zum Newsletter können gerne per Mail an info@deutschesapothekenportal.de geschickt werden. Wir freuen uns auf Ihr Feedback!

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