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Cannabis-News

21. August 2024

AKTUELLE RETAXFALLE

Nullretax für Cannabisrezeptur

Nachweispflicht für den Einkaufspreis

Eine Apotheke, die regel­mäßig Cannabis­präparate abgibt, berichtete uns kürzlich von der Retax eines Rezeptes über ein Cannabis­extrakt. Zentraler Punkt war der Apotheken-EK, der Basis für die Preis­berechnung ist. Da die GKV diesen nicht nach­voll­ziehen konnte, wurde auf null retaxiert.

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Bildquelle: Robert Kneschke – stock.adobe.com

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Tilray®: Markt­­führer für Cannabis­­extrakte seit 20171 und führender Experte im Bereich Medizinal­­cannabis*

Tilray® als Markt­­­führer in Deutsch­­land2 ist Ihr zuver­­­lässiger Partner im Bereich Medizinal­­­cannabis. Als eines der welt­­weit führen­den Unter­­­nehmen im Bereich der Erforschung und Her­stellung von Medizinal­­cannabis kann Tilray® nicht nur auf einen Erfahrungs­­­schatz mit Therapien für mehr als 100.000 Patientinnen und Patienten in über 20 Ländern zurück­­greifen, sondern bietet auch zuver­­­lässig ein breites Produkt­­­portfolio an Cannabis­­­blüten und Voll­­spektrum-Cannabis­­­extrakten in ver­schiedenen Wirk­­stoff­­­kombinationen an.

Tilray® Quick-ID

© Tilray Deutschland GmbH


Therapie­start – die wichtigste Phase für einen optimalen Therapie­erfolg

Für den Therapie­start mit Cannabis-basierten Arznei­mitteln eignen sich vor allem Produkte, welche eine CBD-dominante- bzw. ausge­glichene THC:CBD-Ratio aufweisen, wie z. B. Tilray Cannabis­extrakt THC5:CBD20 (PZN 16381429) oder Tilray Cannabis­extrakt THC10:CBD10 (PZN 16597916).3‑6

Grundsätzlich wird empfohlen mit einer sehr geringen Dosierung zu beginnen, die mit der Zeit in kleinen Schritten erhöht werden sollte, wenn die zu behandelnden Symptome dies erfordern und die Behandlung vertragen wird.3‑5

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© Tilray Deutschland GmbH


Ziel der langsamen Dosistitration ist es, eine gewisse Toleranz gegen­über der psycho­tropen Wirkung des Cannabinoids THC aufzu­bauen, welches für die meisten Neben­wirkungen verant­wortlich ist.3‑5 Häufig kann nach erfolgreicher Ein­dosierung die Gesamt­medikation der Patientin bzw. des Patienten ver­ringert werden (u. a. der Einsatz von Opiaten).7

Für Cannabis­extrakte wird empfohlen, Patientinnen und Patienten ein genaues Titrations­schema zur Verfügung zu stellen. Die Einnahme­zeit­punkte sowie die Einnahme­bedingungen (z. B. während der Mahl­zeiten oder nüchtern) sollten möglichst konstant gehalten werden. Standard­mäßig wird bei therapie­naiven Patientinnen und Patienten mit einer auf den Inhalts­stoff THC berechneten Initial­dosis von 2,5 mg THC pro Tag begonnen. Diese Dosis wird schritt­weise, je nach Bedarf, über mehrere Wochen mit zunächst abend­lichen Dosis­steigerungen erhöht (siehe Dosier­schemata).3,5

Für Patientinnen und Patienten, die möglicher­weise besonders sensibel auf eine Therapie mit dem Wirk­stoff THC reagieren (z. B. bei höherem Alter, geringem Körper­gewicht oder einge­schränktem Stoff­wechsel), wird empfohlen, die Therapie mit einer besonders niedrigen Dosis THC pro Tag (z. B. 1,25–1,5 mg THC) zu beginnen und anschließend die Dosis bedarfs­gerecht zu erhöhen.5

Es ist wichtig zu verstehen, dass die Dosis­findung Zeit benötigt. Erfahrungs­berichte aus der Praxis zeigen, dass die Titrations­phase mehrere Wochen in Anspruch nehmen kann. Allen voran muss aber auch die Patientin bzw. der Patient darüber aufge­klärt werden, dass eine thera­peutische Wirkung möglicher­weise nicht kurz­fristig erreicht wird, sondern erst nach einiger Zeit eintritt.

Sollten dennoch Neben­wirkungen auf­treten, wird empfohlen, eine Titrations­stufe zurück­zu­gehen und kleinere Dosis­steigerungen anzu­wenden.5 Dosis­ziel ist das Erreichen der Behandlungs­ziele bei möglichst minimalen/keinen Neben­wirkungen, um Therapie­ab­brüchen vorzu­beugen.

„Start slow, go slow!“

Weitere Informationen

Erfahren Sie in den folgenden Unter­lagen noch aus­führlicher, wie ein optimaler Therapie­start mit einem Tilray Cannabis­extrakt gelingen kann, wie ein exemplarisches Dosier­schema aussieht und bei Bedarf ange­passt werden kann und wie sich die Studien­lage derzeit dar­stellt.

» Empfehlungen für den Therapiestart (PDF)

» Dosierschemata für Tilray Cannabisextrakte (PDF)

» TOPS-Studie zur Verbesserung der Lebensqualität (PDF)

Service

Tilray® bietet Apotheken rund um das Thema Medizinal­­cannabis einen aus­­führlichen Beratungs­­service an. Apotheken haben die Möglichkeit, sich entweder telefonisch beraten oder vom Tilray®-Außen­­dienst vor Ort beraten und schulen zu lassen.

  • Telefonische Beratung als Service für Sie: Kontaktieren Sie das Tilray® Kompetenz­­­zentrum für Ihre Fragen rund um das Thema Medizinal­­­cannabis unter 0800 400 3 100 (Mo.–Fr. 8:00–16:30 Uhr).
  • Eigener Außen­­dienst: Sie wünschen sich eine Beratung oder Schulung vor Ort durch einen erfahrenen Außen­­dienst­­mitarbeiter von Tilray®? Melden Sie sich gerne unter info@tilray.de oder telefonisch unter 0800 400 3 100 (Mo.–Fr. 8:00–16:30 Uhr).

Erhalten Sie mehr Infos unter tilraymedical.de/fachkreis:

Mehr Informationen

* Die Produkte von Tilray® sind Sub­stanzen zur Herstellung von Rezeptur­­arznei­­mitteln. Die Vorgaben der ApBetrO sind bei der Zubereitung jeweils zu berück­­sichtigen.

1 Brutto-Umsatz in Deutsch­land, Okt 2017 – Juni 2024, NPI / Green Line ODV national, INSIGHT Health

2 Brutto-Umsatz in Deutsch­land, Q1 2022 – Q2 2024, Green Line ODV national (Markt­­definition: GKV erstattete Cannabis­­blüten, Cannabis­­extrakte, Dronabinol), INSIGHT Health

3 MacCallum CA, Russo EB. Practical considerations in medical cannabis administration and dosing. Eur J Intern Med 2018; 49: 12–19. doi: 10.1016/j.ejim.2018.01.004. Epub 2018 Jan 4. PMID: 29307505

4 Bhaskar A et al. Consensus recommendations on dosing and administration of medical cannabis to treat chronic pain: results of a modified Delphi process. J Cannabis Res 2021; 3(1): 22. doi: 10.1186/s42238-021-00073-1. PMID: 34215346; PMCID: PMC8252988

5 Narouze SN and MacCallum CA. Cannabinoids and Pain. © Springer Nature Switzerland AG 2021. ISBN 978-3-030-69185-1, https://doi.org/10.1007/978-3-030-69186-8

6 Freeman A et al. How does cannabidiol (CBD) influence the acute effects of delta-9-tetrahydrocannabinol (THC) in humans? A systematic review. Neurosci Biobehav Rev 2019; 107: 696–712

7 TOPS-Studie: Lucas P et al. Cannabis significantly reduces the use of prescription opioids and improves quality of life in authorized patients: results of a large prospective study. Pain Med 2021; 22: 727–739

DAP-Report Dronabinol

AKTUELLES

Genehmigungs­vorbehalte Medizinal­cannabis

Was hat es mit den neuen Ausnahmen auf sich?

Seit März 2017 können Patientinnen und Patienten Cannabis­produkte zulasten der GKV verordnet bekommen. Bei der Erst­verordnung musste bislang fast immer eine Genehmigung der jeweiligen Kranken­kasse eingeholt werden. Für Apotheken stellte sich dabei oftmals die Frage nach einer Prüf­pflicht. Das wird sich bald ändern, denn der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) hat jetzt geregelt, wann der Genehmigungs­vorbehalt entfällt.

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KURZINFO

BfArM informiert über rasanten Anstieg bei Importen

Das Bundes­institut für Arznei­mittel und Medizin­produkte (BfArM) hat aktuelle Zahlen zu den Ein­fuhr­mengen von medizinischem Cannabis veröffentlicht. Demnach hat der Import medizinischer Cannabis­blüten nach Deutsch­land im zweiten Quartal 2024 einen Anstieg von 40 % verzeichnet und liegt nun bei 11,7 Tonnen. Verantwortlich für den starken Anstieg der Importe ist die erhöhte Nachfrage seit der Teil­legalisierung von Cannabis im April. Besonders bei den selbst­zahlenden Patientinnen und Patienten war der Anstieg bei den Verschreibungen deutlich. Der Verband der Cannabis ver­sorgenden Apotheken berichtet, dass derzeit 80 % der einge­lösten Cannabis­rezepte von dieser Patienten­gruppe stammen. Während bei den GKV-Rezepten vor­wiegend Cannabis­extrakte und Fertig­arznei­mittel abge­geben werden, werden auf den selbst zu zahlenden Rezepten Cannabis­blüten bevorzugt ver­ordnet.

Hinweis: Anregungen, Kritik und Themenwünsche zum Newsletter können gerne per Mail an info@deutschesapothekenportal.de geschickt werden. Wir freuen uns auf Ihr Feedback!

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