Ist ein Austausch von Tabletten auf Hartkapseln möglich?
Wir haben ein Rezept über Agakalin 60 mg 84 FTA zulasten der AOK Plus vorliegen. Sowohl die verordnete als auch alle kleineren Packungen sind zurzeit nicht lieferbar. Alternativ haben wir Atomoxetin-Generika in derselben Stärke mit übereinstimmender Indikation, aber anderer Darreichungsform gefunden. Jedoch können wir Atomoxetin leider nicht in Anlage VII der Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL) zur Austauschbarkeit von Darreichungsformen finden.
Dürfen wir den Austausch von FTA auf HKP auf dem Rezept vornehmen (mit entsprechender Sonder-PZN + Vermerk) oder brauchen wir ein neues Rezept?
Entlassrezepte sollen zwar vom Grundsatz her die Versorgung der Versicherten im Anschluss an eine Krankenhausbehandlung verbessern, dies ist jedoch in vielen Fällen nicht unproblematisch möglich. Formalien, Rezeptgültigkeit und Packungsgrößen sind die relevanten Schlagworte und nicht selten droht das Damoklesschwert der Retaxation. Was ist zu beachten?
Weitere Beilagen: DAP Report „Dronabinol: Apotheke fragt – DAP antwortet“, DAP Report „Medizinisches Cannabis – wie kann die Identitätsprüfung aussehen?“
Thema: Wie kommt das E-Rezept bei den Patientinnen und Patienten an?
Seit nun fast 3 Monaten ist die Verordnung von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln (ausgenommen BtM- und T-Rezepte) als E-Rezept zulasten der GKV verpflichtend für alle Ärztinnen und Ärzte. Der Start des E-Rezeptes war bzw. ist teilweise sehr holprig und funktioniert nicht so einwandfrei, wie von der Politik gedacht. Neben formal falsch ausgestellten Rezepten (z. B. fehlende oder fehlerhafte Arztbezeichnung oder drei Arzneimittel in einer Verordnung) und Fehlern in den Praxissoftwaresystemen, die dazu führen, dass die Mengenangabe nicht auf den Verordnungen angezeigt werden kann, bereiten vor allem auch die regelmäßigen Ausfälle der TI den Apothekenteams Kopfschmerzen.
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Die Folge ist, dass Patientinnen und Patienten auf einen späteren Zeitpunkt vertröstet werden müssen, in die Arztpraxis zurückgeschickt werden oder die Apotheken vermehrt mit den Arztpraxen telefonieren.
Unsere Frage lautete daher:
Sind Ihre Kundinnen und Kunden zufrieden mit dem E-Rezept oder hätten die meisten lieber wieder das Muster-16-Rezept zurück?
Hinweis: Anregungen, Kritik und Themenwünsche zum Newsletter können gerne per Mail an info@deutschesapothekenportal.de geschickt werden. Wir freuen uns auf Ihr Feedback!
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