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Tag der Organ­spende

Vor-Ort-Apotheken können wichtige Aufklärungs­arbeit leisten

Am ersten Samstag im Juni findet jährlich der Tag der Organ­spende statt – ein Anlass, der auch Vor-Ort-Apotheken die Möglich­keit bietet, Patien­tinnen und Patienten über Organ­spenden zu infor­mieren und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Der Bedarf an Spender­organen bleibt in Deutsch­land weiterhin hoch: Ende 2025 warteten rund 8.200 Menschen auf ein Spender­organ, etwa drei Viertel davon auf eine Niere.

Alexander Raths – stock.adobe.com

Bundesweit gab es im vergangenen Jahr 985 post­mortale Organ­spenderinnen und -spender, durch deren Spende insge­samt 3.020 Organe ent­nom­men und trans­plantiert werden konnten.

Organspende auch im hohen Alter möglich

Vielen Menschen ist zudem nicht bewusst, dass es für die Organ­spende keine feste Alters­grenze gibt. Entscheidend ist nicht das kalenda­rische Alter, sondern der gesund­heitliche Zustand der Organe. Selbst Menschen jenseits des 80. Lebens­jahres können noch Organe spenden. Die bislang älteste Organ­spenderin Deutsch­lands war 98 Jahre alt und ihre Leber konnte erfolg­reich trans­plantiert werden.

Insbe­sondere Nieren und Lebern älterer Menschen eignen sich häufig weiter­hin für eine Trans­plantation. Für Nieren­transplan­tationen existiert mit dem „European Senior Program“ zudem ein spezielles Ver­mittlungs­programm für Menschen über 65 Jahre.

Auch Vorer­krankungen schließen eine Organ­spende nicht grund­sätzlich aus. Nur wenige Erkrankungen gelten als Aus­schluss­gründe, etwa bestimmte akute Tumor­erkrankungen oder nicht behandel­bare Infektionen. Ob eine Organ­spende möglich ist, wird immer indivi­duell medizinisch geprüft.

Apotheken können niedrig­schwellig informieren

Vor-Ort-Apotheken können rund um den Tag der Organspende niedrigschwellig informieren – etwa durch das Auslegen von Organ­spende­aus­weisen und Informations­materialien oder durch Hin­weise auf das digitale Organ­spende-Register. Bereits kurze Gespräche können dazu bei­tragen, dass sich Menschen bewusst mit dem Thema aus­einander­setzen und eine persön­liche Ent­scheidung treffen.

„Jede doku­men­tierte Ent­scheidung zur Organ­spende ist wichtig, unab­hängig davon, wie sie aus­fällt“, betont die Deutsche Stiftung Organ­transplantation. „Vor-Ort-Apotheken können Menschen dabei unter­stützen, sich niedrig­schwellig mit dem Thema aus­ein­ander­zu­setzen.“

Unter www.organspende-info.de finden interessierte Bürgerinnen und Bürger umfassende Informationen rund um das Thema Organspende. Kostenlose Broschüren und Organ­spende­aus­weise können Apotheken zudem beim Bundes­institut für Öffentliche Gesund­heit (BIÖG) bestellen.

Auf den Materialien des BIÖG sowie auf den Organ­spende­aus­weisen ist außer­dem die Nummer des gebühren­freien Info­telefons Organ­spende angegeben. Für weiter­gehende medizinische Beratungen stehen Haus­ärztinnen und -ärzte als Ansprech­partner zur Verfügung.

Quellen:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, www.organspende-info.de: Statistiken zur Organspende
Deutsche Stiftung Organ­trans­plantation, https://dso.de/dso/