Rezepturen sind unerlässlich, doch Apotheken stoßen an ihre Grenzen
Vor einiger Zeit haben wir unsere Leserinnen und Leser gefragt, wie sie zur Rezepturarbeit in der Apotheke stehen.
Anlass war die Zahl von rund 13 Millionen individuellen Rezepturen pro Jahr – eine enorme Leistung, die für viele Patientinnen und Patienten dringend gebraucht wird. Für Apotheken bedeuten Rezepturen hohen Aufwand, geringe Vergütung und Retaxrisiken.
Gerhard Seybert – stock.adobe.com
An unserer Umfrage nahmen 562 Personen teil. Das Ergebnis ist eindeutig:
43,1 %: „Mehr Rezepturen – wenn Aufwand und Vergütung endlich fair wären.“
37,4 %: „Gerne weniger Rezepturen – wirtschaftlich ist das kaum tragbar.“
10,1 %: „Am liebsten komplett auf Rezepturen verzichten.“
9,4 %: „Alles so lassen, wie es ist – die Rezeptur gehört zum Beruf.“
Unser Fazit: Die große Mehrheit sieht deutlichen Änderungsbedarf. Rezepturen sind für Patientinnen und Patienten oft essenziell – für Apotheken aber unter den aktuellen Bedingungen schwer tragbar. Das Votum zeigt klar: Ohne bessere Rahmenbedingungen wächst der Frust über die Rezepturarbeit weiter. Ein Signal, das auch die Politik nicht überhören sollte.