Der aktuelle Bericht über die „Arbeit und Ergebnisse der Stelle zur Bekämpfung von Fehlverhalten im Gesundheitswesen“ des GKV-Spitzenverbandes zeigt: Die finanziellen Schäden durch Betrug und Fehlverhalten im Gesundheitswesen haben mit über 200 Millionen Euro einen neuen Höchststand erreicht.
Besonders betroffen ist der Bereich der Arznei- und Verbandmittel – mit Schäden von fast 86 Millionen Euro, so viel wie in keinem anderen Leistungsbereich.
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Immer häufiger werden Apotheken zur Zielscheibe von professionell gefälschten Rezepten – insbesondere für hochpreisige Medikamente wie Ozempic und Mounjaro oder Schmerzmittel wie Fentanyl und Tilidin. Trotz Warnungen der Krankenkassen und erhöhter Aufmerksamkeit der Apothekenteams gelangen diese gefälschten Verordnungen häufig in die Abrechnungssysteme.
Dr. Martin Krasney, Vorstand des GKV-Spitzenverbandes, fordert daher, dass Fehlverhaltensstellen KI-gestützte Systeme einsetzen dürfen, um kriminelle Strukturen frühzeitig zu erkennen. Gleichzeitig soll das E-Rezept künftig helfen, Rezeptfälschungen deutlich zu erschweren.
Gerade Apotheken leisten hier durch ihre Wachsamkeit einen entscheidenden Beitrag zur Vermeidung von Schäden. Der GKV-Spitzenverband ruft dazu auf, verdächtige Vorgänge weiterhin konsequent zu melden – zum Schutz der Versichertengelder und der Integrität des Berufsstandes.