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Veränderte Haltbarkeit für Atropinsulfat-Augen­tropfen

Niedrig konzentrierte Atropin­sulfat-Augen­tropfen werden zur Myopie-Prophy­laxe bei Kindern ange­wendet. Meist entwickelt sich eine Kurz­sichtigkeit bei Kindern im Alter zwischen 6 und 13 Jahren. Weltweit betrachtet nimmt die Kurz­sichtigkeit immer mehr zu.

Seit der Ergänzungs­lieferung 2020/2 gibt es nun schon die NRF-Vorschrift 15.34. für Atropinsulfat-Augen­tropfen 0,01 %, etwa ein Jahr später folgte die Atropin­sulfat-Stamm­lösung 0,2 % (NRF S.53.).

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Die Augen­tropfen werden in Flaschen aus Braun­glas oder Poly­ethylen abge­füllt, die Stamm­lösung hin­gegen nur in Braun­glas­flaschen. Beide Flüssig­keiten wurden unter kontrollierten Bedingungen im DAC/NRF-Labor ge­lagert. Mittels HPLC wurde der Gehalt regel­mäßig ge­prüft und der pH-Wert sowie das Aus­sehen der Flüssig­keiten und Pack­mittel kontrolliert. Nach letzten Rück­prüfungen lautet das Ergebnis wie folgt:

Die Verwend­bar­keits­frist der Atropin­sulfat-Stamm­lösung wurde von 3 auf 6 Monate verlängert. Die Lauf­zeit der anwendungs­fertigen Augen­tropfen beträgt jetzt 1 Jahr. Die Aufbrauch­frist bei den Patientinnen und Patienten bleibt unverändert bei 4 Wochen. Die beiden Vor­schriften wurden mit der Ergänzungs­lieferung 2023/2 aktualisiert.

 

Quelle: https://dacnrf.pharmazeutische-zeitung.de/fuer-abonnenten/rezepturtipp/rezepturtipps-2024/atropinsulfat-augentropfen-haltbarkeiten-verlaengert