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COPD: Bedeutsamkeit der frühzeitigen Erkennung

Wie können Apotheker mögliche Betroffene erkennen?

Hintergrund COPD

COPD steht als Abkürzung für die chronisch obstruktive Lungenerkrankung.

In Deutschland leiden ca. 6,8 Millionen Menschen (jeder Achte über 40 Jahren!) an der chronischen Lungenerkrankung COPD.* Damit ist die COPD eine echte Volkskrankheit und sogar häufiger als z. B. Diabetes mellitus.

*Quelle: http://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/copd/verbreitung/index.html


Frühzeitige COPD-Therapie ist sinnvoll

Wichtig bei der Behandlung der COPD ist, dass diese so früh wie möglich eingeleitet wird. Die Betroffenen können davon stark profitieren. Insbesondere im frühen GOLD-Stadium II ist der Verlust der Lungenfunktion am größten (siehe Abbildung):

Parameter der Lungenfunktion:
FEV1 – Einsekundenkapazität

Die 4 spirometrischen Stadien der COPD nach GOLD* (vgl. Abb.):
GOLD I: leicht
GOLD II: mittel
GOLD III: schwer
GOLD IV: sehr schwer

» Zur vollständigen Tantucci-Arbeit

Wie kann der Apotheker frühzeitig einen möglichen Betroffenen erkennen?

Der Apotheker kann im Beratungsgespräch anhand 3 einfacher Fragen einen möglichen COPD-Betroffenen schon frühzeitig erkennen2.

3 Fragen zum COPD-Screening2

• Sind Sie über 40 Jahre alt?
• Rauchen Sie oder haben Sie früher geraucht?
• Haben Sie regelmäßig Husten oder Atemnot?
Antwort: 3 x „Ja“

→ in 50 % der Fälle liegt eine COPD vor

→ daher:
Betroffenen zur Abklärung an Arzt verweisen (Lungenfunktionstest)

Mit der Kenntnis über diese 3 Fragen kann der Apotheker maßgeblich dazu beitragen, dass sich mögliche Betroffene an einen Arzt wenden und die Therapie so frühzeitig wie möglich eingeleitet werden kann.

Weitere Informationen zur COPD unter copd-aktuell.de.

*Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease - GOLD

1 Tantucci C et al. Int J COPD 2012; 7:95–99
2 Kögler H et al., Respiratory Medicine 2012; 104: 1012–1019