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MERCK INFORMIERT

Schild­drüsen­hormone – Arznei­mittel mit engem therapeutischen Fenster

Die gesunde Schild­drüse produziert die beiden Schild­drüsen­hormone T3 (Trijodthyronin) und T4 (Tetrajodthyronin oder Thyroxin) in den Mengen, die für eine Regulation verschiedener Stoff­wechsel­vor­gänge im Körper notwendig sind. Sie haben beispiels­weise Einfluss auf die körperliche Entwicklung, das Knochen­wachstum, die Muskulatur, den Cholesterin­blut­spiegel sowie den Energie­stoff­wechsel. Für Schild­drüsen­hormone ist aufgrund ihres engen therapeutischen Fensters eine zuverlässige und individuelle Einstellung erforderlich, um die TSH-Zielwerte zu erreichen. Bereits gering­fügige Änderungen der Dosis oder Konzentration des Wirkstoffs können zu klinisch relevanten Wirkungs­veränderungen führen; in ange­strebten sowie uner­wünschten Wirkungen.

Levothyroxin-Natrium und Levothyroxin-Natrium + Kaliumiodid von der Substitution ausgeschlossen

Der Gemeinsame Bundesaus­schuss (G-BA) hat Präparate mit dem Wirkstoff Levothyroxin-Natrium (und die fixe Kombination Levothyroxin-Natrium + Kaliumiodid) in die Substitutions­aus­schluss­liste (Teil B der Anlage VII zur Arzneimittel-Richtlinie) aufge­nommen. Für die auf der Liste enthaltenen Wirk­stoffe und Wirkstoff­kombinationen gilt in den jeweils definierten Darreichungs­formen ein Aus­tausch­verbot in der Apotheke – auch müssen z. B. Rabatt­verträge bei der Rezept­belieferung unbe­rücksichtigt bleiben. Durch einen Präparate­wechsel können TSH-Werte verfehlt und die Effektivität der Therapie gefährdet werden. Damit der Patient stets das gewohnte, der individuellen Dosis­ein­stellung entsprechende Präparat erhält, hat die Verordnung von Schild­drüsen­hormonen eindeutig zu erfolgen.

Euthyrox®: 11 Wirk­stärken für die individuelle Therapie

Mit elf Wirkstärken bietet Euthyrox® die breiteste Dosis­palette von Levothyroxin in Deutschland und ermöglicht damit eine individuelle Therapie für die Patienten. Dabei erfolgt die passgenaue Dosierung mit meist nur einer Tablette pro Tag. Erhältlich ist Euthyrox® in den Wirkstärken 25, 50, 75, 100, 125, 150, 175, 200 µg mit jeweils 50 Tabletten N2 und 100 Tabletten N3 sowie den drei Zwischen­größen Euthyrox® 88, 112, 137 µg mit 100 Tabletten N3.

Voraus­sichtlich ab Mai 2019 steht Euthyrox® in Deutschland in einer neuen Formulierung zur Verfügung. Anstelle des Hilfsstoffes Lactose enthält die neue Formulierung Mannitol und Citronensäure. Der Wirkstoff ist identisch.1

Ziel ist es, eine konstantere Wirk­stoff­konzentration über die gesamte Haltbarkeits­dauer des Medikamentes (95–105 % im Vergleich zu ursprünglich 90–110 %) und zwischen verschiedenen Chargen zu gewährleisten. Somit kann die neue Formulierung zu einer präziseren Einstellung des Schild­drüsen­hormon­spiegels in dem engen therapeutischen Zielbereich beitragen.2

» Pflichttext Euthyrox®

Bezeichnung: Euthyrox® 25/50/75/88/100/112/125/137/150/175/200 Mikrogramm Tabletten

Wirkstoff: Levothyroxin-Natrium.

Pharm. Unternehmer: Merck Serono GmbH, Alsfelder Straße 17, 64289 Darmstadt.

© Merck Serono GmbH

Zusammen­setzung: 1 Tablette Euthyrox® 25/50/75/88/100/112/125/137/150/175/200 Mikro­gramm enthält 25/50/75/88/100/112/125/137/150/175/200 Mikro­gramm Levothyroxin-Natrium. Sonstige Bestandteile: Mais­stärke, Citronen­säure, Croscarmellose-Natrium, Gelatine, Magnesium­stearat (Ph.Eur.), Mannitol (Ph.Eur.). Anwendungsgebiete: Euthyrox® 25–200 Mikrogramm: Therapie der benignen Struma mit euthyreoter Funktionslage. Prophylaxe einer Rezidivstruma nach Resektion einer Struma mit euthyreoter Funktionslage, abhängig vom postoperativen Hormonstatus. Schild­drüsen­hormon­substitution bei Hypothyreose. Suppressions­therapie bei Schilddrüsen­malignom. Zusätzlich für Euthyrox® 25–100 Mikrogramm: Begleit­therapie bei thyreostatischer Behandlung einer Hyperthyreose. Zusätzlich für Euthyrox® 100/150/200 Mikrogramm: Schild­drüsen­suppressions­test. Gegenanzeigen: Über­empfindlichkeit gegen den Wirkstoff od. die sonst. Bestandteile. Unbehandelte NNR-Insuffizienz, unbehandelte Hypophysen­insuffizienz, unbehandelte Hyperthyreose. Ther. nicht beginnen bei akutem Myokardinfarkt, akuter Myokarditis, akuter Pankarditis. Keine Kombinationsther. bei thyreostat. Hyperthyreose-Behandlung während Schwangersch. Nebenwirkungen: Bei Unverträglichk. d. Dosisstärke (Einzelf.) od. Überdosierung (bes. bei zu schneller Dosis­steigerung zu Beginn d. Behandl.): Herzrhythmusstör. (z. B. Vorhofflimmern u. Extrasystolen), Tachykardie, Herzklopfen, pektangin. Zustände, Kopfschmerzen, Muskelschwäche u. Krämpfe, Flush, Fieber, Erbrechen, Menstruationsstör., Pseudotumor cerebri, Tremor, innere Unruhe, Schlaflosigkeit, Hyperhidrosis, Gewichts­abnahme, Diarrhoe. Bei Über­empfindlichk. allerg. Reakt. d. Haut u. d. Respirationstrakts sowie Angioödem mögl. Warnhinweis: Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Verschreibungspflichtig.

Mit freundlicher Unterstützung der Merck Serono GmbH, Darmstadt

DE/EUT/0319/0019 | Stand: März 2019

1 Fachinformation Euthyrox®, Stand: Juli 2018
2 Gottwald-Hostalek U et al., New levothyroxine formulation meeting 95–105 % specification over the whole shelf-life: results from two pharmacokinetic trials. Curr Med Res Opin 2017;33(2):169–74.