Umsatzeinbußen durch Nichtabgabe nicht normierter Arzneimittel

Abgabeprobleme durch Arzneimittel ohne N-Kennzeichen?

Ein Abgabeproblem entsteht, wenn eine Apotheke bei der Rezeptbelieferung verunsichert ist, ob und wie sie das vom Arzt verordnete Präparat zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse abgeben kann, oder ob sie im Nachhinein eine Retaxation der Krankenkasse erhält. Dies kann in letzter Konsequenz auch die Versorgung der Patienten beeinträchtigen.

Typisches Abgabeproblem: „Arzneimittel ohne Normierung“

Verordnet: „Marcumar 92 St“



Problem: Arzneimittel trägt kein N-Kennzeichen

Fragestellung: Ist die Verordnung/Belieferung zu Lasten einer GKV erlaubt?

Mögliche Konsequenz:

Mengenkürzung bei der Rezeptbelieferung auf eine 49er-Packung, die eine N2-Kennzeichnung trägt

→ Minderversorgung des Patienten; Umsatzeinbußen für die Pharmaindustrie

Führt ein Präparat häufiger zu Abgabeproblemen in Apotheken, so sind dadurch Umsatzeinbußen für den Hersteller zu befürchten, da die Apotheke für die Abgabe die vermeintlich sichere Lösung wählt. Im genannten Beispiel würde eine vermeintlich sichere Mengenkürzung zu einer Minderversorgung des Patienten führen, da er nicht die verordnete Menge des Arzneimittels erhält und gleichzeitig Umsatzeinbußen bedeuten.

Teils entstehen Abgabeprobleme durch eine unklare Verordnungsweise des Arztes, teils handelt es sich um produktspezifische Abgabeprobleme.

Umsatzeinbußen durch Abgabeprobleme lassen sich vermeiden, indem…

... Produktbezogene Abgabeprobleme erkannt und analysiert werden

... Lösungsvorschläge erarbeitet werden

... Lösungsvorschläge nachhaltig an alle Beteiligten (Arzt, Apotheke) kommuniziert werden