BERATUNGSTIPP

Gicht – Beratung zu einer purinarmen Ernährung

Gicht ist eine entzündliche Gelenkerkrankung, verursacht durch erhöhte Harnsäurewerte (= Hyperurikämie) ab > 6,8 mg/dl. Durch die hohe Konzentration kristallisiert die gelöste Harnsäure aus. Die Kristalle lagern sich daraufhin in Gelenken und anderen Geweben ab und können zudem Tophi (Kristallansammlungen) bilden. Das Immunsystem nimmt die Kristalle als Fremdkörper wahr und leitet eine Immunreaktion ein – es kommt zum akuten Gichtanfall.

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Ein akuter Gichtanfall wird mit NSAR, intraartikulärer Glukokortikoidinjektion oder Colchicin behandelt. In der symptomfreien Zeit ist es zur Prophylaxe weiterer Gichtanfälle wichtig, den Harnsäurespiegel niedrig zu halten. Bei leicht bis mäßig erhöhten Harnsäurewerten reicht hierzu oft schon eine purinarme Diät aus. Wenn eine Ernährungsumstellung nicht ausreichend ist, werden Substanzen wie Allopurinol, Febuxostat, Benzbromaron oder Probenecid eingesetzt.

Worauf Gichtpatienten bei der Ernährung achten sollten

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