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Fampridin – MS-Medikament nur noch mit hohen Mehr­kosten im Handel

Fampridin wird zur Verbes­serung der Geh­fähig­keit bei erwachsenen Patien­tinnen und Patienten mit Multipler Sklerose (MS) und bestehender Geh­be­hinderung einge­setzt. Bis Ende April waren in der ABDA-Daten­bank noch zahl­reiche Generika gelistet. Seit dem 1. Mai sind diese infolge eines Rück­rufs jedoch sämtlich als nicht mehr abgabe­fähig gekenn­zeichnet.

Hintergrund ist ein erfolg­reich geführter Rechts­streit des Original­herstellers Merz Therapeutics, der die Vertriebs­rechte für das Original­präparat Fampyra® hält. Patientinnen und Patienten, die bislang mit Generika ver­sorgt wurden, müssen nun auf das Original­präparat Fampyra® bzw. ent­sprechende Importe umge­stellt werden.

Bild: KI-generiert

Für die Betroffenen ist dies jedoch mit erheblichen Mehr­kosten verbunden, da sowohl das Original­präparat als auch die Importe den Fest­betrag über­schreiten. Neben der gesetz­lichen Zu­zahlung fallen für Versicherte derzeit Mehr­kosten von 40,41 Euro für eine 2-Wochen-Therapie bzw. 72,55 Euro für eine 4-Wochen-Therapie an.

Aus Apotheken wird bereits berichtet, dass einige Patien­tinnen und Patienten ihre Ver­ordnungen aufgrund der hohen Eigen­beteiligung nicht einlösen. Zudem sind zurzeit auch einige Packungs­größen des Originals schon nicht mehr liefer­bar, was die Ver­sorgung weiter ein­schränkt.