Neue Diagnosedynamiken und multimodale Therapieansätze
Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) wird zunehmend auch im Erwachsenenalter diagnostiziert. Laut Daten der gesetzlichen Krankenkassen hat sich die Zahl der ADHS-Diagnosen bei Erwachsenen in Deutschland zwischen 2011 und 2021 mehr als verdoppelt.
Besonders stark ist der Anstieg in der Altersgruppe der 30- bis 50-Jährigen, was unter anderem auf eine verbesserte Diagnostik, ein gestiegenes Bewusstsein sowie retrospektive Neubewertungen kindlicher Symptome zurückgeführt wird.