Interprofessionell, praxisnah, zukunftsorientiert: mein Eindruck vom NZW
Der NZW-Kongress „Fortbildung Onkologische Pharmazie in Bestform“ in Hamburg am vergangenen Wochenende war für mich eine rundum bereichernde Erfahrung. Selten habe ich eine Fortbildungsveranstaltung erlebt, die fachlich so vielfältig, gleichzeitig so praxisnah und menschlich so inspirierend war. Die Mischung aus hochkarätigen Referentinnen und Referenten und engagierten Teilnehmenden hat eine besondere Atmosphäre geschaffen – man hatte durchweg das Gefühl, von „Macherinnen und Machern“ umgeben zu sein, die wirklich etwas bewegen wollen.
Dr. Lisa Apel, Apothekerin und Magistra iuris, med.-wiss. Redakteurin bei DAP
Besonders beeindruckt haben mich die vielen konkreten Ansätze und Ideen, wie interprofessionelle Strukturen in der ambulanten Weiterversorgung etabliert und weiterentwickelt werden können – also in enger Zusammenarbeit zwischen Apotheken, onkologischen Zentren, Hausarztpraxen und weiteren Beteiligten. Ziel ist es, die Patientensicherheit unter oralen Antitumortherapeutika nachhaltig zu stärken. Es ging nicht nur um Theorie, sondern um realistische, umsetzbare Konzepte, die direkt in den Versorgungsalltag integriert werden können.
Ein echtes Highlight war für mich, dass sich der NZW-Kongress explizit auch an PTA richtet. PTA leisten einen enorm wichtigen Beitrag in der Apotheke, und gerade in der onkologischen Betreuung dürfen sie als häufig erste Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten nicht außen vor bleiben. Denn besonders in diesem sensiblen Bereich ist eine umfassende, fundierte Beratung essenziell für die Patientensicherheit.
Der NZW hat für mich einmal mehr gezeigt, wie wertvoll Austausch, Vernetzung und interprofessionelles Denken sind. Ich bin mit vielen neuen Impulsen, frischer Motivation und dem guten Gefühl nach Hause gefahren, Teil einer engagierten, zukunftsorientierten Community zu sein. Genau so sollte Fortbildung sein.