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Ergebnis der Kurzumfrage

Wer sind die typischen Cannabis­patientinnen und -patienten?

Unsere Kurzumfrage vom 09.10.2025 bis 12.10.2025, an der 457 Personen teilge­nommen haben, zeigt ein deutliches Bild dazu, welche Patienten­gruppen in Apotheken derzeit am häufigsten nach Medizinal­cannabis fragen.

Grafik DAP-Umfrageergebnis

Die mit Abstand größte Gruppe sind Schmerz­patientinnen und -patienten. Deutlich dahinter, aber dennoch relevant, folgen Menschen mit neuro­logischen Erkrankungen wie Multipler Sklerose oder Morbus Parkinson sowie Patientinnen und Patienten aus dem onkolo­gischen Bereich, die Cannabis oft als Unter­stützung bei therapie­bedingten Beschwerden einsetzen. Auch Freizeit­konsumentinnen und -konsumenten mit Rezept treten in der Versorgungs­praxis spürbar in Erscheinung. Dass etwa ein Fünftel der Befragten angab, in ihrer Apotheke derzeit überhaupt keine Cannabis­patientinnen und -patienten zu haben, zeigt zudem, wie unter­schiedlich die regionale Versorgungs­lage nach wie vor ist.

Insgesamt machen die Rück­meldungen deutlich, dass Medizinal­cannabis längst in der Breite der Ver­sorgung ange­kommen ist, sich die Nach­frage jedoch sehr unter­schiedlich verteilt. Gerade Schmerz- und neurolo­gische Patientinnen und Patienten prägen die Praxis, während ältere Menschen – entgegen der häufigen Annahme – nur eine kleinere Rolle unter den Nach­fragenden spielen. Zugleich wird sichtbar, dass ein erheblicher Beratungs­bedarf besteht, insbe­sondere bei komplexen Medikations­regimen und Unsicher­heiten rund um Darreichungs­formen sowie Wechsel­wirkungen.