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Neuigkeiten vom DAC/NRF

Vorschriften für Furosemid-Lösung überarbeitet

Furosemid wird häufig bei Bluthochdruck, Herzinsuffizienz-bedingten Ödemen und Hyperkaliämie eingesetzt. Handelspräparate liegen meist als Tabletten (40–500 mg) oder Injektionslösungen vor, für Kinder auch als orale Lösung (10 mg/ml).

Seit dem Jahr 1990 sind zwei Lösungen in DAC/NRF standardisiert: eine unkonservierte und eine konservierte Lösung.

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Furosemid bei Säuglingen

Die unkonservierte Lösung (NRF 26.1.) wird insbesondere dann eingesetzt, wenn bei Säuglingen auf Konservierungsmittel verzichtet werden soll. Sie wird entweder in Einmalspritzen zur Einzelgabe oder in Glasflaschen als Mehrdosenbehältnis abgefüllt. Im Kühlschrank ist sie bis zu 2 Wochen haltbar; Spritzen können zur Verlängerung der Haltbarkeit auch eingefroren werden.

Furosemid bei Erwachsenen

Bei Erwachsenen wird die konservierte Furosemid-Lösung (NRF 26.2.) eingesetzt. Diese enthält Methyl-4-hydroxybenzoat als Konservierungsmittel. Dieses wird über die gebrauchsfertige Trägerlösung zugegeben, die inzwischen als Stammzubereitung NRF S.60 standardisiert ist. Andere Konservierungsmittel wie Sorbinsäure sind ungeeignet, da sie nur im sauren pH-Bereich wirken. Beide Furosemid-Lösungen werden aus Stabilitätsgründen auf einen pH-Wert von etwa 7,5 eingestellt.

Gut zu wissen

Furosemid ist empfindlich gegenüber Licht, daher müssen beide Lösungen unter Schutz vor starker Lichteinwirkung hergestellt werden. Die Herstellung sollte möglichst ohne Unterbrechungen erfolgen.