TK setzt auf Umweltbonus bei Rabattverträgen

Neue Ausschreibung mit Fokus auf nachhaltige Arzneimittelproduktion

Nach den AOK-Kassen sowie einigen Betriebs- und Innungskrankenkassen setzen nun auch die ersten drei Ersatzkassen unter der Federführung der Techniker Krankenkasse (TK) auf nachhaltige Rabattvertragspartner. Die TK, die Handelskrankenkasse (hkk) und die Hanseatische Krankenkasse (HEK) haben nun auch eine Rabattvertragsausschreibung für 14 Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen mit Umweltfokus veröffentlicht. Es handelt sich vor allem um Antibiotika und Wirkstoffe, die vom Umweltbundesamt in der Kommunalen Abwasserrichtlinie (KARL) gelistet sind.

In Zukunft können Firmen, die mit diesen Krankenkassen einen Vertrag abschließen, Boni erhalten. Für den Umweltbonus in Form eines nachgelagerten Skontomodells können die Vertragspartner während der Vertragslaufzeit jederzeit entsprechende Nachweise einreichen.

Für alle Wirkstoffe besteht die Möglichkeit, einen Bonus durch eine umweltzertifizierte Wirkstoffproduktion geltend zu machen. Zusätzlich ist für antibiotische Wirkstoffe ein zweiter Bonus vorgesehen, für den der Vertragspartner die Einhaltung wirkstoffspezifischer Abwassergrenzwerte am Produktionsort nachweisen muss. Mit Antibiotika verschmutztes Abwasser trägt wesentlich zur Resistenzentwicklung bei und kann durch die Einhaltung der Grenzwerte minimiert werden.

Die Ausschreibung umfasst insgesamt 14 Wirkstoffe in 20 Fachlosen mit (bis zu) 38 Zuschlagsplätzen. Die neuen Verträge sehen eine Laufzeit von zwei Jahren vor und starten ab dem 1. April 2026.

Quelle: https://www.tk.de/presse/themen/arzneimittel/erste-ausschreibung-mit-umweltbonus-2196926

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