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Die im Herbst 2023 veröffentlichte S2k-Leitlinie „Erster epileptischer Anfall und Epilepsien im Erwachsenenalter“ bietet konsensbasierte Unterstützung für die Diagnostik und Therapie von Epilepsien. Neben Neurologinnen und Neurologen richtet sich die Leitlinie auch an Allgemeinmedizinerinnen und -mediziner, um sicherzustellen, dass Epilepsie-Betroffene die bestmögliche Versorgung erhalten.1
Einen Überblick über die Leitlinie gibt einer der Erstautoren, Prof. Martin Holtkamp, im CME-Webcast „Die aktuellen Therapie-Leitlinien – ein Update“. In diesem Webcast beantwortet er Fragen wie „Was sind die Empfehlungen für das Management des ersten epileptischen Anfalls?“ und „Welche Anfallssuppressiva sind bei den verschiedenen Epilepsien die Mittel der Wahl?“. Diese wichtigen Informationen sind in der Pocketleitlinie des Rp. Instituts zusammengefasst, die hier kostenlos als Broschüre für die Kitteltasche bestellt oder heruntergeladen werden kann.
Aber was nützt die praktische Anwendung der Leitlinie, wenn in der Apotheke die ausgewählte Arzneiform aufgrund von Rabattverträgen der Krankenkassen unbemerkt, oft ungewollt, ausgetauscht wird? Genau davor warnt die aktuelle Leitlinie und rät von einem Herstellerwechsel ab. Die Begründung liegt in einer Studie aus Deutschland mit 3.530 Epilepsie-Betroffenen, die zeigte, dass ein Austausch von Anfallssuppressiva bei Patientinnen und Patienten mit langzeitiger Anfallsfreiheit zu neuen Anfällen führen kann. Dies liegt daran, dass sich der Austausch ungünstig auf die Adhärenz auswirkt.1 Oft sprechen auch die besonderen Merkmale des Arzneimittels gegen einen Austausch.
So ermöglichen beispielsweise die viertelbaren Tabletten Lamotrigin DESITIN® quadro 100 mg eine individuelle Dosiseinstellung und eine schrittweise Erhöhung um 25 mg bis zur gewünschten Zielmenge (s. Abb.). Das erleichtert die Neueinstellung und vermeidet für den Arzt oder die Ärztin die Mehrfachverordnung verschiedener Wirkstärken und spart damit zugleich mehrfach die Zuzahlung für den Patienten oder die Patientin. Zudem kann die Dosis bei Kombinationstherapien einfacher angepasst werden.2
Abb.: Beispiel für Dosiseinstellung mit Lamotrigin DESITIN® quadro 100 mg2
Ein Wechsel zu einem als aut-idem-fähig gekennzeichneten Präparat, das überhaupt nicht teilbar ist oder nur halbiert werden kann, würde die Arzneimitteltherapie gefährden. Um in der Apotheke einen Austausch des verordneten Arzneimittels aus medizinisch-therapeutischen Gründen zu vermeiden, sollte daher bei der Ausstellung des Rezepts ein Aut-idem-Kreuz gesetzt werden. Mehr Informationen zur leitliniengerechten Verordnung von Anfallssuppressiva finden Sie in der benutzerfreundlichen Praxishilfe des Rp. Instituts, die Sie kostenlos herunterladen oder als gedruckte Version bei DESITIN kostenlos bestellen können.
Wenn Ihnen der Sinn mehr nach Zuhören steht, erläutert Frau Dr. Staack aus dem renommierten Epilepsiezentrum Kork in ihrem CME-Webcast detailliert das Thema „Herstellerwechsel und aut-idem“ und dessen Auswirkungen auf den Alltag – sowohl aus klinischer Sicht als auch aus der Perspektive niedergelassener Praxen.
Nutzen Sie den CME-Webcast von Herrn Prof. Holtkamp, um sich über die neuen Behandlungsempfehlungen zu informieren. Halten Sie die praxisorientierte Pocketleitlinie und Praxishilfe des Rp. Instituts stets griffbereit und sorgen Sie dafür, dass die verordneten Arzneimittel bei Ihren Patientinnen und Patienten auch ankommen!
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