Das sind die meistverwendeten Rezepturwirkstoffe
Seit Sommer 2023 sind Apotheken verpflichtet, die sogenannten Z-Daten (Zusatzdaten) bei einer Rezepturherstellung an die Krankenkasse zu übermitteln. Dadurch kann festgestellt werden, welche Wirk- und Hilfsstoffe am häufigsten in der Rezeptur verwendet werden.
Das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut (DAPI) hat nun alle 2,3 Millionen allgemeinen Rezepturen analysiert, die im Zeitraum zwischen April und September 2023 mit dem Sonderkennzeichen 09999011 zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung abgerechnet wurden.
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Mit allgemeinen Rezepturen sind vor allem Cremes, Salben, Zäpfchen und Kapseln gemeint und keine parenteralen Zubereitungen.
Die mit Abstand am häufigsten verwendete Grundlage für Topika war die Basiscreme DAC mit 620.000 Abrechnungszeilen. Propylenglykol, welches unter anderem auch als Lösungsvermittler und zur Konservierung von wasserhaltigen Zubereitungen verwendet wird, war mit 210.000 Abrechnungszeilen der meistverwendete Hilfsstoff in den Laboren deutscher Apotheken. Mit 446.000 Abrechnungszeilen war Triamcinolon (Glucocorticoid) der Wirkstoff, der in der Rezeptur am häufigsten verwendet wurde. Clotrimazol (Antimykotikum) mit 386.000 Abrechnungszeilen und Erythromycin (Antibiotikum) mit 250.000 Abrechnungszeilen belegten Platz zwei und drei. Als Anreibemittel für Wirkstoffe wurde Neutralöl mit 192.000 Abrechnungszeilen am häufigsten verwendet.