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Start der RSV-Saison 2023/2024

Auch in dieser Winter­saison nehmen die Fälle akuter respiratorischer Atem­wegs­erkrankungen wie dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) wieder zu. Deutlich gestiegen sind vor allem die schweren akuten respiratorischen Infektionen (SARI) bei Kindern zwischen 0 und 4 Jahren. In der 47. Kalender­woche erhielten 72 % der SARI-Fälle unter 2 Jahren eine RSV-Diagnose.1

Was ist RSV?

Das RS-Virus ist weltweit verbreitet und stellt die häufigste Ursache für Bronchiolitis bei Säuglingen dar.2 Es wird ange­nommen, dass im Verlauf des ersten Lebens­jahrs zwischen 50 % und 70 % der Kinder eine RSV-Infektion durch­machen und bis zum Ende des zweiten Lebens­jahrs nahezu alle Kinder mindestens einmal an RSV erkrankt sind.3 Vergleichbar mit der Grippe treten die Infektionen zyklisch auf, wobei die Inzidenz in Mittel­europa zwischen November und April am höchsten ist. Zu den häufigsten Symptomen gehören zu Beginn meist Schnupfen, nicht­produktiver Husten, evtl. Pharyngitis, die eher die oberen Atem­wege betreffen. Nach 1-3 Tagen können die Symptome auch die unteren Atem­wege (Bronchiolitis, Pneumonie, Tracheo­bronchitis) betreffen.2

Mögliche Präventions­strategien für den Schutz gegen RSV

Um schweren RSV-Verläufen bei Säuglingen vorzu­beugen, kommen derzeit monoklonale Anti­körper und die maternale Immunisierung in Frage. Humane lang­wirksame monoklonale Anti­körper wie Nirsevimab (Beyfortus®), der sich gegen die Präfusions­konformation des Fusions­proteins von RSV richtet, blockieren den Virus­eintritt in die Zelle und schützen so den Säugling vor einem schweren Verlauf der Erkrankung. Eine Einmal­dosis schützt über die Dauer einer typischen RSV-Saison (mindestens 5 Monate).4 Bei der maternalen Immunisierung wird hin­gegen ein passiver Immun­schutz des Säuglings durch die Impfung der Mutter erreicht.

Beide Strategien zur Prävention unter­scheiden sich vor allem in der Dauer des Impf­schutzes und in welcher Säuglings­population dieser erreicht werden kann. So hängt der Immun­schutz von der Immunogenität des Impf­stoffs bei der Mutter ab und wird durch den Zeit­punkt der Impfung bestimmt. Wie lange der Impf­schutz besteht, kann somit variieren. Früh­ge­borene Kinder erhalten somit möglicher­weise keinen voll­ständigen Schutz und sind nicht über die Gesamt­zeit einer RSV-Saison geschützt.5

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» Quellen und Pflichttext (PDF)

MAT-DE-2305515-1.0-12/2023