|
KW 44 Dienstag, 29. Oktober 2019
|
|
|
Anzeige
Innovative Ansätze in der Neurodermitistherapie
Neurodermitis, auch als atopische Dermatitis oder atopisches Ekzem bezeichnet, ist die häufigste chronische Hauterkrankung. Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) gibt an, dass jedes Jahr 2 Millionen Kinder und 2,5 Millionen Erwachsene an Neurodermitis erkranken – Tendenz steigend.
Ursachen
|
|
|
Die Ursachen der Neurodermitis werden heute in einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren gesehen. Die beiden wichtigsten sind die gestörte Barrierefunktion der Haut sowie eine genetisch bedingte Neigung des Im-munsystems, überschießend auf harmlose Reize aus der Umwelt zu reagieren.
Leitsymptome
Die Leitsymptome der atopischen Dermatitis sind starker Juckreiz (Pruritus) und sehr trockene Haut. Neben der herabgesetzten Talgproduktion ist auch die Schweißsekretion der Haut verändert. Typischerweise verläuft die Neurodermitis in Schüben.
|
|
© Sanofi Genzyme
|
|
|
Es gibt also Phasen, in denen akute Hautläsionen überwiegen und der Juckreiz besonders quälend ist. Sie werden abgelöst von Phasen, in denen die chronische Entzündung nicht sichtbar und die Haut sogar frei von Ekzemen ist.
Behandlung
Die Pflege der Haut mit Emollienzien und Badeölen stellt die Basistherapie dar. Zur topischen Behandlung kommen vor allem Glucocortikoide und Calcineurioninhibitoren zum Einsatz. Zur Behandlung der schweren Neurodermitis kommen auch systemische Therapien mit Ciclosporin oder seltener im Off-Label-Use mit Methotrexat, Azathioprin oder Mycophenolsäure zum Einsatz. Ein neuer innovativer Ansatz der Neurodermitistherapie ist die Behandlung mit Dupilumab, einem humanen monoklonalen Antikörper, der die Signalwege von IL-4 und IL-13 hemmt.
Kennen Sie den Wirkstoff Dupilumab (Dupixent®)?
Dupixent® wird angewendet zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis (AD) bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren, die für eine systemische Therapie in Betracht kommen.
Beratungstipps für Ihren Neurodermitis-Kunden
- Duschen statt baden: Dabei nicht zu heißes Wasser verwenden
- Körperpflege: Möglichst Produkte ohne allergieauslösende Zusatzstoffe verwenden
- Augenpflege: Regelmäßige Augenlidrandreinigung und Befeuchtung der Augen, um Bindehautentzündungen vorzubeugen
- Ernährung: Ausgewogen und vollwertig; Vorsicht bei Nüssen, Zitrusfrüchten, Zucker und Süßigkeiten; Diät nur bei nachgewiesener Nahrungsmittelallergie
- Bekleidung: Weiche, kühle Baumwollkleidung; keine Schafwolle oder Synthetik; nicht zu warm, nicht zu eng
- Waschmittel, Weichspüler und Haushaltsreiniger: Sorgfältiges Spülen verhindert juckreizfördernde Rückstände; bei Hautreizung Mittel wechseln bzw. Handschuhe tragen
- Schlafen: Gut gelüftete, kühle Räume; keine Topfpflanzen, keine Spannteppiche
- Wohnen: Allergen- und staubarme Umgebung; keine Haustiere, keine Fellkuscheltiere; möglichst rauchfrei
- Freizeit: Klimakur (Hochgebirge, Meeraufenthalt) – Sonne, Licht und Luft tun der Haut gut; Bestrahlung mit UVA-Lampe empfehlenswert
- Sport: Bewegung bei kühler Außentemperatur, in windbewegter Luft oder in kühlem Wasser bevorzugt; zu starkes Schwitzen vermeiden
- Seelisches Befinden: Ausgeglichenheit, spannungsfreie Erziehung, Stress vermeiden, positive Haltung zu Körper und Umwelt
- Berufswahl: Tätigkeiten mit ständigem Kontakt mit Wasser, Staub, Chemikalien, Tieren oder Pflanzen vermeiden
Möchten Sie mehr zum Thema Dupixent® und Neurodermitis erfahren?
» Dann nehmen Sie jetzt an der zertifizierten Fortbildung teil
» Oder laden Sie das Beratungswissen Neurodermitis herunter
» Pflichttext Dupixent® 200/300 mg Injektionslösung
SADE.DUP.19.03.0799(1)
|
|
|
|
|
|
Retinoid-haltige Arzneimittel für die Haut
Rezept mit besonderen Abgabebedingungen
|
|
|
Isotretinoin, Alitretinoin und Acitretin werden zur systemischen Behandlung von schweren Formen der Akne eingesetzt, wenn eine Behandlung mit systemischen Antibiotika in Kombination mit topischen Mitteln nicht erfolgreich war. Arzneimittel mit diesen Wirkstoffen sind teratogen (= fruchtschädigend) und somit während der Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert. Aufgrund dessen ist es bei Verordnungen dieser Substanzen von großer Wichtigkeit, alle Bedingungen des Schwangerschaftsverhütungsprogramms einzuhalten.
|
|
|
|
|
|
|
|
Anzeige
|
|
|
|
|
|
DAP WISSENS-CHECK
Wie fit sind Sie in der Beratung zu Rosazea?
|
|
|
Die Rosazea ist eine der häufigsten Hauterkrankungen bei Erwachsenen. Um die bestmögliche Beratung zu ermöglichen, ist umfangreiches Hintergrundwissen notwendig. Testen Sie ihre Kenntnisse zur Hautkrankheit Rosazea in unserem Wissens-Check und lernen Sie mehr über eine Therapiemöglichkeit in der Selbstmedikation – die ICHTHRALETTEN® mit Natriumbituminosulfonat, einem Wirkstoff natürlichen Urprungs.
» Zum Wissens-Check Rosazea
» Pflichttext ICHTHRALETTEN®
|
|
stock.adobe.com – nastia1983
|
|
|
|
|
|
|
Anzeige
Synbiotika bei Neurodermitis können Betroffenen den Winter erleichtern
|
|
|
Mit den nassen und kalten Herbsttagen beginnt für Neurodermitiker eine belastende Jahreszeit. Ihre Haut reagiert sehr empfindlich auf kühle Außentemperaturen und trockene Heizungsluft. Neurodermitis-Patienten quälen trockene und eingerissene Haut, gerötete, nässende Stellen und Juckreiz jetzt besonders. Das Kratzen der trockenen Haut verschlimmert oft den Juckreiz, was zu weiteren Hautverletzungen führt. Um sich selbst oder seinen Kindern solches Leiden möglichst zu ersparen, ist eine kontinuierliche Symptom-Behandlung bei einem Haut- oder Kinderarzt notwendig.
|
|
Quelle: Bencard Allergie GmbH/ Getty Images/Evgeny Atamanenko
|
|
Krankheitsschübe reduzieren
Noch besser ist es jedoch, die Krankheitsschübe möglichst zu reduzieren. Dabei können Synbiotika helfen. Die Kombination aus Probiotika (lebenden Mikroorganismen, die dem Menschen einen gesundheitlichen Nutzen bringen) und Präbiotika (unverdauliche Nahrungsbestanteile, die als Nahrungsgrundlage für Mikroorganismen dienen) kann sich günstig auf die Darmflora auswirken und darüber auch Hauterkrankungen wie Neurodermitis lindern. Kallergen D ist ein Synbiotikum mit spezifisch ausgewählten Bifido- und Lakto-Bakterienstämmen und enthält zusätzlich Vitamin D3, um das Immunsystem zu unterstützen.
Schon im Herbst vorbeugen
Eine Studie von Manzotti und Kollegen 2014 zeigte, dass Erkrankte bei täglicher Einnahme dieser Probiotika-Stämme nach vier Monaten deutlich weniger Medikamente benötigten und ein schöneres Hautbild sowie abgeschwächte Krankheitsschübe hatten.1 Kallergen D können Kinder ab einem Jahr und Erwachsene einnehmen. Es ist rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Am besten sollten Neurodermitiker mit einer Synbiotika-Kur schon im Herbst beginnen, um für den Winter gut gewappnet zu sein.
Mehr Informationen unter: www.kallergend.de
Möchten Sie Kallergen D kostenfrei testen? Dann melden Sie sich bei uns:
PROimmunics@bencard.com. Die ersten zehn Interessenten erhalten eine Monatspackung gratis.
1 G. Manzotti et al. Probiotics as a Novel Adjuvant Approach to Atopic Dermatitis, Columbia International Publishing Journal of Contemporary Immunology; Vol. 1 No. 2, 2014, S. 57–66
|
|
|
|
|
|
Naturkosmetik – immer bio?
Grün, bio, Natur – das kommt bei vielen Verbrauchern an. Die Kosmetikindustrie reagiert darauf und bietet immer mehr Produkte im Bereich der Naturkosmetik an. Doch halten alle das, was sie versprechen?
|
|
|
Viele Hersteller springen auf den „Naturzug“ auf und gestalten ihre herkömmlichen Produkte um, nutzen dabei aber ein Bio-Wording, ohne sich an die Standards der Naturkosmetikbranche zu halten.
Da es keine gesetzliche Regulierung zur Verwendung des Begriffs „Bio-Kosmetik“ gibt, wird „Bio“ im Namen genutzt, ohne dass die Inhaltsstoffe natürlichen Ursprungs sind.
|
|
Robert Kneschke – stock.adobe.com
|
|
|
Aber auch grüne Verpackungen, häufig verziert mit Blättern, Blüten und Früchten, bedeuten nicht gleich, dass die Produkte frei von synthetischen Inhaltsstoffen sind. Doch wie können echte Naturkosmetika und natürliche Pflegeprodukte von Täuschungen unterschieden werden?
Für Naturkosmetik gilt in der Regel Folgendes:
» Lesen Sie hier weiter
|
|
|
|
|
|
Herpes-zoster-Impfung: Wer sollte sich impfen lassen?
|
|
|
Die Gürtelrose ist eine virale Erkrankung, die mit Schmerzen, brennen und jucken einhergeht. Obwohl sie üblicherweise gut ausheilt, können teils schwere Komplikationen auftreten. Daher empfiehlt die Ständige Impfkomission (STIKO) seit Dezember 2018 die Herpes-zoster-Impfung. Wer sich wie impfen lassen sollte, erfahren Sie in diesem Artikel.
» Lesen Sie hier weiter
|
|
Kateryna_Kon – stock.adobe.com
|
|
|
|
|
|
|
Hinweis: Anregungen, Kritik und Themenwünsche zum Newsletter können gerne per Mail an info@deutschesapothekenportal.de geschickt werden. Wir freuen uns auf Ihr Feedback!
|
|
|
|
|
|
|
|
Nützliche Links
|
|
|
|
|
|