Bei jedem zweiten Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz (CHI) tritt als unabhängiger Faktor ein Eisenmangel auf.1 Dieser weist für die CHI eine ungünstige Prognose auf1–4 und kann die typischen Symptome der CHI wie Müdigkeit, Dyspnoe oder Leistungsminderung verstärken.3,5 Bei einem höheren Schweregrad der Herzinsuffizienz tritt ein Eisenmangel häufiger auf.1 Dieser ist auch ohne Anämie bei CHI symptomatisch und daher therapiebedürftig.3
Leitlinienempfehlung
Die European Society of Cardiology (ESC) empfiehlt in ihrer aktuellen Leitlinie die Erhebung des Eisenstatus im Rahmen einer Routineuntersuchung für jeden neu diagnostizierten HI-Patienten und zudem, bei symptomatischen CHI-Patienten mit reduzierter Ejektionsfraktion und Eisenmangel eine i.v. Eisenbehandlung mit Eisencarboxymaltose (ferinject®) in Betracht zu ziehen.2 Entscheidend für die explizite Empfehlung von Eisencarboxymaltose (ferinject®) waren die Daten zweier randomisierter, doppelblinder, placebokontrollierter klinischer Studien.6,7
In einer Metaanalyse von vier randomisierten, kontrollierten Studien konnte gezeigt werden, dass ein intravenöser Ausgleich des Eisenmangels im Vergleich zur Placebogruppe die Hospitalisierungs- und Mortaliätsrate verringern konnte.8
Der Stellenwert von Eisencarboxymaltose zur Korrektur des Eisenmangels wird ebenfalls von der EFFECT-HF Studie9 untermauert. Hier konnte gezeigt werden, dass die körperliche Leistungsfähigkeit bei CHI-Patienten mit Eisenmangel unter i.v. Eisencarboxymaltose im Vergleich zur Standardtherapie erhalten bleibt.9
Gute Verträglichkeit
Eisencarboxymaltose zur intravenösen Eisensubstitution ist gut verträglich und zeichnet sich durch eine hohe Komplexstabilität aus, die die Gabe von hohen Dosierungen innerhalb kurzer Zeit ermöglicht11 (1.000 mg initial innerhalb 15 Minuten, plus 30 Minuten Nachbeobachtungszeit10). Aufgrund der Dextranfreiheit von ferinject® werden keine dextraninduzierten anaphylaktischen Reaktionen (DIAR) provoziert.11,12
» Zur Fachinformation ferinject®
1 Klip IT, Comin-Colet J, Voors AA, Ponikowski P, et al. Iron deficiency in chronic heart failure: an international pooled
analysis. Am Heart J 2013; 165: 575–582.
2 Ponikowski P, Voors AA, Anker SD, et al. 2016 ESC Guidelines for the diagnosis and treatment of acute and chronic heart failure. Eur J Heart Fail. 2016; 18 (8): 891–975.
3 Doehner W, Blankenberg S, et al. Eisenmangel bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz – diagnostische Algorithmen und therapeutische Optionen anhand der aktuellen Studienlage. Dtsch Med Wochenschr 2017; 142(10): 752–757.
4 Jankowska EA, v. Haehling S, et al. Iron deficiency and heart failure: diagnostic dilemmas and therapeutic perspectives. Eur Heart J 2013; 34(11): 816–829.
5 Jankowska EA, Rozentryt P, et al. Iron deficiency predicts impaired exercise capacity in patients with systolic chronic heart failure. J Cardiac Fail 2011; 17: 899–906.
6 Anker SD, Comin-Colet J, Filippatos G, et al. Ferric carboxymaltose in patients with heart failure and iron deficiency.
N Engl J Med 2009; 361: 2436–2448.
7 Ponikowski P, van Veldhuisen DJ, Comin-Colet J, et al. Beneficial effects of long term intravenous iron therapy with ferric carboxymaltose in patients with symptomatic heart failure and iron deficiency. Eur Heart J 2015; 36: 657–668.
8 Anker SD, Kirwan BA, et al. Effects of ferric carboxymaltose on hospitalisations and mortality
rate in iron-deficient heart failure patients: an individual patient data meta-analysis. Euro J
Heart Failure 2018 Jan; 20(1): 125–133.
9 Van Veldhuisen DJ, Ponikowski P, et al. Effect of ferric carboxymaltose on exercise capacity in
patients with chronic heart failure and iron deficiency (EFFECT-HF). Circulation 2017; 136(15):
1374–1383.
10 Fachinformation ferinject®, Stand April 2017.
11 Geisser p Port J Nephrol Hypert 2009; 23 (1):11–16.
12 Breymann, C. Iron Deficiency and Anaemia in Women in the Gynaecological and Obstetrical Practice (with Case Reports), 1st ed.; UNI-MED: Bremen, Germany, 2015.