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Arzneimittel-News

12. Mai 2026

DAP Arzneimittel-News Hauptbeitrag

AKTUELLES

Hantavirus-Infektionen – Informationen des RKI

Seit auf einem Kreuz­fahrt­schiff mehrere Reisende an Infektionen mit dem Hanta­virus erkrankt und drei Personen gestorben sind, ist das Virus auch in der Laien­presse ein großes Thema. Der Risiko­ein­schätzung des ECDC vom 6. Mai 2026 zu­folge ist das von diesem Aus­bruch aus­gehende Risiko für die Allgemein­bevölkerung im EU/EWR-Raum sehr gering.1

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1 Informationen des RKI zu Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff (Stand: 07.05.2026) unter https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Infektionskrankheiten-A-Z/H/Hantavirus/Hanta_Kreuzfahrtschiff_2026.html

Bildquelle: creativenature.nl – stock.adobe.com

Zur DAP Arbeitshilfe Bedruckung der COVID-19-Impfstoff-Rezepte

Biologika-Austausch: DAP Patienten­information verfügbar

Der Austausch eines Biologikums kann Fragen aufwerfen. Mit der neuen Über­sicht können Apo­theken ihren Patientinnen und Patienten die wichtigsten Informationen an die Hand geben.

Auf der zweiten Seite können Eckdaten zum abge­gebenen Bio­logikum notiert werden. Zudem ist Platz für Beobach­tungen, die die betroffene Person während der Anwendung notieren kann.

© DAP Networks GmbH

Zur Patienteninformation
DAP Beratungskarte MYCIRQ

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Neu bei ALIUD: Nintedanib AL Weich­kapseln

Seit dem 10. April 2026 ist das Generikum Nintedanib AL als Weich­kapsel in den Wirk­stärken 100 mg und 150 mg für Apo­theken erhältlich.

Angewendet wird das Präparat in Kombi­nation mit Docetaxel zur Behandlung von erwach­senen Patien­tinnen und Patienten mit lokal fort­ge­schrit­tenem, meta­stasiertem oder lokal rezi­divierendem nicht-klein­zelligem Lungen­karzi­nom (NSCLC) mit Adeno­karzi­nom-Histologie nach Erst­linien­chemo­therapie.

© ALIUD PHARMA GmbH

Nintedanib AL Weich­kapseln ist Bestand­teil zahl­reicher Open-House-Verträge und kann daher als Rabatt­arznei­mittel an viele gesetz­lich Versicherte abge­geben werden.

Weitere Informationen zum Produkt

» Pflichttext (PDF)

Zur Abgabehilfe Evrysdi®

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Enbrel®: in vielen Darreichungsformen erhältlich

Das SMARTCLIC-System ist mit seinem einzigartigen Injektionssystem nicht austauschbar

Die in § 40c der Arzneimittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses festgelegte Neuregelung zum Austausch von Biologika ist am 1. April 2026 in Kraft getreten. Sie sieht vor, dass in der Apotheke ein Wechsel auf preisgünstigere Biologika erfolgen soll, wobei rabattierte Arzneimittel bevorzugt abzugeben sind.

Voraussetzung für einen solchen Austausch ist, dass das abzugebende Präparat in Wirkstärke und Packungsgröße mit der Verordnung übereinstimmt sowie über eine identische oder austauschbare Darreichungsform verfügt. Ist die Darreichungsform formal gleich, muss zusätzlich auch das Behältnis übereinstimmen, etwa in Form von Fertigspritze, Fertigpen oder Patrone. Darüber hinaus muss das Arzneimittel mindestens für die gleichen Applikationsarten sowie für ein gleiches Anwendungsgebiet zugelassen sein. Die konkrete Reihenfolge der Abgabe richtet sich nach den Vorgaben des Rahmenvertrags.

Enbrel® mit dem Wirkstoff Etanercept steht in einer Vielzahl von Darreichungsformen zur Verfügung – von Infusions- und Injektionslösungen über Fertigspritzen bis hin zu Fertigpens.1–5 Besonders hervorzuheben ist das SMARTCLIC-System als einzigartige Applikationsform, die nicht ausgetauscht werden darf: Dabei handelt es sich um ein wiederverwendbares Injektionssystem,6 das kostenfrei bereitgestellt und mit Einzeldosis-Einwegkartuschen5 befüllt wird. Die Kartuschen sind in denselben Wirkstärken wie Fertigspritzen und -pens erhältlich und preislich identisch.7

Gerade bei speziellen Applikationssystemen wie Pens oder Fertigspritzen sollte ein Austausch jedoch besonders sorgfältig abgewogen werden. Fehler bei der Anwendung oder bei der Lagerung können die Therapie beeinträchtigen. Eine Studie bestätigt die Schwierigkeiten der Patientinnen und Patienten, ein anderes Applikationssystem als gewohnt korrekt zu verwenden (59 % mit Schwierigkeiten, n* = 32).5

Abb.: SMARTCLIC-Injektionssystem
plus Kartuschen (© Pfizer)

Dies stellt eines der Risiken der Apothekensubstitution dar und kann zu einer vorübergehenden oder dauerhaften Unterbrechung bzw. zu Komplikationen der Medikation führen.8 Patientinnen und Patienten entwickeln auch eine starke emotionale Bindung zu ihrem Index‑Biologikum, da sie es als lebensverändernd wahrnehmen und befürchten, dass ein Wechsel die mühsam erreichten Verbesserungen ihrer Lebensqualität gefährden könnte.9 Eine verpflichtende Substitution mit geringer Einbindung der Patientinnen und Patienten verstärkt negative Erwartungen und führt zu höheren Abbruchraten (Median 18 % vs. 14 %) sowie zu häufigeren Rückwechseln zum Index‑Biologikum (Median 50 % vs. 28 %).10

Eine umfassende Beratung der Patientinnen und Patienten ist daher unerlässlich. Lassen sich mögliche Probleme im Einzelfall auch durch Aufklärung nicht ausräumen, kann die Apotheke Pharmazeutische Bedenken geltend machen.

Die folgende Abgabehilfe schildert die Vorgehensweise bei der Substitution von biologischen Arzneimitteln am Beispiel von Enbrel®.

Zur Abgabehilfe

» Pflichttext (PDF)

* n = Anzahl der Interviews

Quellen:
1 Fachinformation Enbrel® 10 mg für Kinder und Jugendliche, aktueller Stand
2 Fachinformation Enbrel® 25 mg, aktueller Stand
3 Fachinformation Enbrel® 25 mg/50 mg Injektionslösung im Fertigpen, aktueller Stand
4 Fachinformation Enbrel® 25 mg/50 mg Injektionslösung in Fertigspritze, aktueller Stand
5 Fachinformation Enbrel® 25 mg/50 mg Injektionslösung in einer Patrone für Dosiergerät, aktueller Stand
6 SMARTCLIC-Benutzerhandbuch Stand Oktober 2024
7 LAUER-TAXE® Online 4.0, Stand: 10.04.2026
8 Tolonen et al. (2019). BMJ Open. 9(10): e032892
9 Varma et al. (2022). Basic Clin Pharmacol Toxicol. 130(5): 581–591
10 Fleischmann et al. (2020). Rheumatol Ther. 7(1): 35–64

Beratungswissen Ticagrelor
APOTHEKE FRAGT – DAP ANTWORTET

APOTHEKE FRAGT – DAP ANTWORTET

Keine Packungs­größe ange­geben – Menge anhand der Dosierung berechnen?

Uns liegt folgende Verordnung vor:  „1 x Amoxiclav 500/125 mg 1–1–1 für 7 Tage“.
Eine Angabe zur konkreten Packungs­größe fehlt auf dem Rezept.

Dürfen wir in diesem Fall die Packungs­größe anhand der ange­gebenen Dosierung selbst berechnen und das E-Rezept nach tele­fonischer Rück­sprache mit der Praxis und ent­sprechender Rezept­ergänzung beliefern?

Lesen Sie hier die Antwort

Bildquelle: vege – stock.adobe.com

Zu den DAPärchen

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Apofrage des Tages

APOFRAGE DES TAGES

Welche einzigartige Kombination ist in ANGOCIN® MANNOSE PLUS enthalten?

Bei richtiger Antwort werden Ihnen 5 DAPs-Punkte gutgeschrieben.

Zur Apofrage des Tages
Zur Teamschulung

Bildquelle: DAP Networks GmbH

Hinweis: Anregungen, Kritik und Themenwünsche zum Newsletter können gerne per Mail an info@deutschesapothekenportal.de geschickt werden. Wir freuen uns auf Ihr Feedback!

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