Dürfen wir bei Mometason-Nasenspray zwischen OTC- und Rx-Produkt frei wählen?
Uns liegt eine Verordnung über „N1 Mometason Spray 1–0–1“ vor. Wir stellen uns die Frage, ob wir bei der Abgabe zwischen OTC- und Rx-Arzneimittel frei wählen dürfen. Außerdem gibt es keine N1-Packung auf dem Markt.
Neues Generikum von STADA: Nintedanib IPF STADA® Weichkapseln
Am 10.04.2026 erweiterte STADA sein Generika-Portfolio um Nintedanib IPF STADA®. Erhältlich ist das Generikum in den Wirkstärken 100 mg und 150 mg. Das Arzneimittel ist zur Behandlung der idiopathischen Lungenfibrose (IPF) bei Erwachsenen zugelassen.
Aufgrund der Teilnahme an zahlreichen Open-House-Verträgen kann Nintedanib IPF STADA® Weichkapseln als Rabattarzneimittel an viele gesetzlich Versicherte abgegeben werden.
Neuer Borreliose-Impfstoffkandidat in der Pipeline
Phase-III-Studie liefert gute Daten
Ein Impfstoff gegen Lyme-Borreliose rückt näher: Der Kandidat PF-07307405 (LB6V), entwickelt von Pfizer und Valneva, zeigt in der Phase-3-Studie VALOR eine Wirksamkeit von über 70 % bei Personen ab 5 Jahren. Damit könnte erstmals eine gezielte Prävention gegen die häufigste durch Zecken übertragene Infektion auf der Nordhalbkugel verfügbar werden.
In der VALOR-Studie, einer multizentrischen, placebokontrollierten, randomisierten und beobachterverblindeten Studie, wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ab 5 Jahren 1:1 in zwei Gruppen randomisiert. Die Verum-Gruppe erhielt vier Dosen des Impfstoffkandidaten in den Monaten 0, 2 und 5–9 und eine vierte Dosis nach einem Jahr kurz vor Beginn der darauffolgenden Borreliose-Saison. Die Placebogruppe erhielt zu den gleichen Zeitpunkten eine Kochsalzlösung.
In den vorab definierten Analysen lag die Wirksamkeit bzgl. der Reduktion bestätigter Borreliose-Fälle im Vergleich zum Placeboarm bei 73,2 % ab 28 Tagen nach der 4. Dosis bzw. bei 74,8 % ab einem Tag nach der 4. Dosis. Der Impfstoff wurde zudem gut vertragen, und es wurden keine sicherheitsrelevanten Auffälligkeiten beobachtet.
Während des Studienzeitraums traten weniger Fälle von Lyme-Borreliose auf als erwartet und das vorab festgelegte statistische Kriterium für den primären Endpunkt (Untergrenze des 95-%-Konfidenzintervalls > 20 %) wurde beim ersten von zwei vorab festgelegten Analysezeitpunkten nicht erreicht. Dennoch werten die Hersteller die Ergebnisse als klinisch relevant und sehen das Potenzial des Impfstoffs bestätigt. Entsprechende Zulassungsanträge in den USA und Europa sind geplant.
Der Impfstoff basiert auf einem etablierten Wirkprinzip: Er richtet sich gegen das Oberflächenprotein A (OspA) von Borrelia burgdorferi. Wenn eine Zecke eine geimpfte Person sticht, werden die gebildeten Antikörper mit dem Blut der Person aufgenommen und blockieren die Übertragung der Erreger bereits im Zeckendarm. Die Bakterien können die Zecke nicht verlassen und somit wird die Übertragung auf den Menschen verhindert. Der Kandidat deckt sechs relevante Serotypen ab, die in Europa und Nordamerika verbreitet sind.
Borreliose ist die häufigste vektorübertragene Erkrankung der nördlichen Hemisphäre. Frühzeichen wie Erythema migrans oder unspezifische Symptome wie Müdigkeit, Fieber, Kopfschmerzen und Muskel- und Gelenkschmerzen werden häufig übersehen. Unbehandelt kann es zu chronischen Verläufen mit Beteiligung von Gelenken, Herz oder Nervensystem kommen.
Quellen: Pfizer: Pressemitteilung „Pfizer and Valneva Announce Lyme Disease Vaccine Candidate Demonstrates Strong Efficacy in Phase 3 VALOR Trial“ Stand 23.03.2026. Online abrufbar unter: https://www.pfizer.com/news/press-release/press-release-detail/pfizer-and-valneva-announce-lyme-disease-vaccine-candidate
DAZ.ONLINE INFORMIERT
Studienergebnisse hinterfragt
Kreatin kann doch keine Kognition
Kreatin lässt die Kognition kalt – anders als eine vielzitierte Metaanalyse von 2024 uns bislang glauben machte. Allerdings hatten sich die damaligen Studienautorinnen und -autoren wohl verrechnet.
Kraftsport und Kreatin passen zusammen – denn: Kreatin unterstützt die Muskelkraft bei Widerstandstraining. Doch Kreatin soll viel mehr können: Einer früheren Metaanalyse zufolge könnten Kreatin-Supplements bei Erwachsenen die kognitive Funktion unterstützen – Gedächtnis, Reaktionszeit, Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit.
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