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Retax-News

9. April 2026

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Retaxfalle: Darreichungsform bei Biologika?

Mit den neuen Austauschvorgaben für Biologika müssen Apotheken bei entsprechenden Verordnungen wachsam sein. Natürlich stehen die Bedürfnisse der versicherten Person im Vordergrund: Oft muss ausführlich erklärt werden, dass ein Austausch des verordneten Arzneimittels angezeigt wird – hier sind eine sorgfältige Beratung und, bei neuen Devices, eine Schulung zu ebendiesen erforderlich und unerlässlich.

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Bildquelle: koya979/Shutterstock.com

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Ivermectin AL 10 mg/g Creme: neues Generikum von ALIUD

Seit dem 01.04.2026 steht Ivermectin AL 10 mg/g Creme den Apotheken zur Verfügung.

Angewendet wird das Präparat bei erwach­senen Patientinnen und Patienten zur topischen Behandlung von entzündlichen Läsionen der (papulopustulösen) Rosazea.

© ALIUD PHARMA GmbH

Ivermectin AL 10 mg/g Creme ist in zahlreichen Open-House-Verträgen vertreten und kann damit für viele gesetzlich Versicherte als rabattiertes Arzneimittel abgegeben werden.

Weitere Informationen
Zum Beratungswissen

» Pflichttext (PDF)

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SteQeyma: neue Dar­reichungs­form als Fertig­pen

Seit dem 1. April ist SteQeyma mit dem Wirk­stoff Ustekinumab (CHO-Zellen) von der Firma Celltrion Health­care Deutsch­land GmbH in den Dosierungen 45 mg (PZN 19175216) und 90 mg (PZN 19175222) zusätz­lich als Fertigpen er­hält­lich.

Zudem wurde die Haltbar­keit der Fertig­spritze im Kühl­schrank von 36 auf 48 Monate ver­längert. Die Haltbarkeit des Fertig­pens beträgt eben­falls 48 Monate. Der Fertig­pen und die Fertig­spritze sind bei Raum­temperatur bis zu 31 Tage haltbar. Innerhalb dieses Zeit­raums können sie ein­malig erneut im Kühl­schrank gelagert werden, jedoch höchstens bis zum Ablauf des Haltbar­keits­datums.

© Celltrion Health­care Deutsch­land GmbH

SteQeyma ist für alle GKV-Versicherten rabattiert.

Hand­habung SteQeyma: Der SteQeyma-Fertig­pen ist bewährt und kommt bereits bei vielen Bio­logika zum Einsatz. Er verfügt über eine Nadel­stärke von 27G und eine besonders dünne Nadel­wand. Ein Bestätigungs­mecha­nis­mus signalisiert die erfolg­reiche Injektion, während ein Nadel­schutz für eine sichere An­wendung sorgt. Die Injektions­zeit beträgt bei diesem Fertigpen nur 10 Sekunden.

Biologika-Austausch – Vorgaben nach § 40c Arznei­mittel-Richt­linie

Die in § 40c der Arznei­mittel-Richt­linie des Gemein­samen Bundes­aus­schusses ver­ankerte Neu­regelung zum Aus­tausch von Biologika trat am 1. April 2026 in Kraft. Demnach ist in der Apotheke ein Aus­tausch auf preis­günstige Biologika vorzu­nehmen, vor­rangig sind Rabatt­artikel abzu­geben. Voraus­setzung für einen Aus­tausch ist, dass das abzu­gebende Arznei­mittel hin­sichtlich Wirk­stärke und Packungs­größe identisch mit dem ver­ordneten Präparat ist und eine gleiche oder aus­tausch­bare Dar­reichungs­form aufweist. Bei gleich gemeldeter Dar­reichungs­form muss zusätzlich das Behältnis des Arznei­mittels über­ein­stimmen (also z. B. Fertig­spritze, Fertig­pen oder Patrone). Außer­dem muss das abzu­gebende Arznei­mittel mindes­tens für die Applikations­arten des ver­ordneten Präparats sowie für ein gleiches An­wendungs­gebiet zuge­lassen sein. Die genauen Moda­li­täten schreibt die Ab­gabe­rang­folge des Rahmen­vertrags vor.

Ein vertrag­lich vorge­gebener Aus­tausch sollte jedoch vor allem bei speziellen Devices wie Pens bzw. Fertig­spritzen sorg­fältig geprüft werden. Fehler einerseits bei der Hand­habung der Pens bzw. Fertig­spritzen und anderer­seits bei der Lagerung können zu Therapie­problemen führen. Da ver­schiedene Ustekinumab-Präparate mit unter­schiedlichen Dar­reichungs­formen, Applikations­systemen (z. B. unter­schiedliche Nadel­stärken und Injektions­zeiten) sowie unter­schiedlichen Lager­be­dingungen auf dem Markt verfüg­bar sind, ist hier besondere Vor­sicht geboten.

Eine sorg­fältige Beratung ist daher uner­lässlich. Können Probleme durch einen Aus­tausch im indivi­duellen Einzel­fall nicht durch die Beratung aus­ge­räumt werden, kann die Apotheke Pharma­zeutische Bedenken geltend machen – etwa wenn Patien­tinnen und Patienten die neue Hand­habung nicht ver­mittelbar ist oder sie durch den Biologika-Wechsel ver­un­sichert werden und da­durch Adhärenz­probleme zu erwarten sind. Die An­wendung Pharma­zeutischer Bedenken ist auf dem Rezept bzw. im Abgabe­daten­satz zu doku­mentieren.

Unter­stützung bei der Abgabe erhalten Sie mit der folgenden Abgabe­hilfe:

Zur Abgabehilfe

» Pflichttext (PDF)

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Charity-Projekt #1KindProApotheke

1Kind.1Chance.1Zukunft.

Apotheken sind Orte der Fürsorge. Orte, an denen täglich Verantwortung übernommen wird – für Gesundheit, für Menschen, für Vertrauen.

Doch was wäre, wenn Ihre Apotheke darüber hinaus Zukunft schenken könnte? Konkret, transparent und nachhaltig.

Mit der Charity-Initiative #1KindProApotheke wird genau das möglich.

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Interaktionen von Testosteron-Gelen

Topisches Testosteron + SGLT-2-Inhibitoren = Erythrozytoserisiko

Auch auf der Haut angewendetes Testosteron birgt das Risiko für Nebenwirkungen. Grund dafür ist die systemische Wirkung des lokal angewendeten Arzneimittels. Ein neu entdecktes Risiko ist die mögliche Interaktion bei gleichzeitiger Anwendung von SGLT-2-Inhibitoren und Testosteron.

© mbruxelle – stock.adobe.com

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