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Mikrobiologische Sicherheits­standards bei Cannabis­blüten

Der Cannabis­markt wächst zunehmend, jedoch fehlt es bis heute an eindeutig definierten Qualitäts­­anforderungen für medizinisches Cannabis. Etablierte Anbieter von medizinischem Cannabis, wie z. B. das Pharma- und Cannabis­­unternehmen Tilray®, setzen auf Verfahren zur Reduzierung mikrobieller Belastung, um für die Patienten die Anwendung von sicheren Cannabis­­produkten zu gewähr­leisten.

Mikrobielle Verun­reinigungen in Cannabis:
Was sind die Gefahren?

Für die Patienten kann das Vor­kommen von human­pathogenen Keimen, wie z. B. Schimmel­pilzen der Gattung Aspergillus, zu schweren Infektionen führen, die im schlimmsten Fall tödlich verlaufen. Vor allem bei einer inhalativen Therapie steigt das Risiko für ebendiese.


Abb.: Schimmel­befall auf einer Cannabis­blüte, © Tilray®

Bestrahlung zur Dekontamination: effizient und produkt­schonend

Für eine best­mögliche mikro­bio­logische Qualität von medizinischen Cannabis­­blüten hat sich daher welt­weit die Behandlung mit ionisierenden Strahlen und dabei insbesondere das E-Beam-Verfahren etabliert, um die mikrobiellen Verun­reinigungen zu reduzieren. Sie ist im Vergleich zur Hitze­­sterilisation eine produkt­schonende Methode, die sich kaum auf den THC- und CBD-Gehalt und nur wenig auf das Terpen­­profil aus­wirkt.1 Patienten haben daher keinen Qualitäts­­verlust zu befürchten.

Mikro­biologische Sicher­heit mit streng geregelter Anbau­praxis

Das Deutsche Arznei­buch gibt derzeit leider keinen eindeutigen Rahmen für die mikro­biologische Qualität von Cannabis­blüten vor. Viele etablierte Hersteller, darunter auch Tilray®, legen die sehr strengen Spezifikationen an, die im Europäischen Arznei­buch für Arznei­mittel zur inhalativen Anwendung definiert sind. Andere Hersteller hin­gegen beziehen sich auf viel groß­zügiger angelegte Spezifikationen, die allerdings für die orale Gabe pflanzlicher Arznei­mittel definiert sind. Hier liegen die Grenz­werte für die Belastung mit Hefen und Schimmel­pilzen um den Faktor 2.500 höher. Diese Werte sind auch ohne Bestrahlung der Blüten zu erreichen und damit in der Herstellung viel kosten­günstiger. In einer aktuellen Untersuchung der US-amerikanischen Gesund­heits­behörde FDA konnte gezeigt werden, dass die Erhitzung der Cannabis­blüten bei der Inhalation in einem handels­üblichen Vaporizer nicht zu einer aus­reichenden Keim­zahl­reduktion führt und somit nicht als Ersatz von keimzahl­reduzierenden Verfahren bei der Herstellung ange­sehen werden kann.2

Der Cannabis­hersteller Tilray® schließt durch das Anlegen der strengen, für die inhalative Anwendung geltenden Spezi­fikationen und Regularien das Risiko von Verun­reinigungen best­möglich aus. Neben der Behandlung der Blüten durch E-Beam setzt Tilray® in seinen europäischen Produktions­stätten auch auf eine GMP-zertifizierte Anbau­praxis gemäß den EU-Standards. Dazu liegt die gesamte Wert­schöpfungs­kette in Tilrays® Händen – von der Produktion bis zum Vertrieb. Dies erlaubt das Anlegen und die Kontrolle höchster Qualitäts­standards über den gesamten Produktions- und Verarbeitungs­prozess hinweg.

» Erfahren Sie hier mehr über die Produkte von Tilray®

1 Hazekamp A. Evaluating the Effects of Gamma-Irradiation for Decontamination of Medicinal Cannabis. Frontiers in Pharmacology 2016; 7: 108, https://doi.org/10.3389/fphar.2016.00108
2 Sopovski D et al. Investigation of microorganisms in cannabis after heating in a commercial vaporizer. Frontiers in Cellular and Infection Microbiology 2023; 12: 1986