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Die Influenza-Saison 2022/23 steht vor der Tür – erst­mals mit Impfung in der Apotheke

In Deutschland treten in den Winter­monaten, meist zu Jahres­beginn, saisonale Influenza-Wellen auf. Im Verlauf einer schweren Influenza-Welle kommt es RKI-Schätzungen zufolge zu ca. 30.000 influenza­bedingten Kranken­haus­ein­weisungen und 20.000 Todes­fällen1 – und das, obwohl eine Impfung zur Verfügung steht. Laut STIKO-Empfehlung sollten vor allem Personen ab 60 Jahren sowie Menschen mit einer chronischen Grund­erkrankung und Schwangere mit einem tetra­valenten Impf­stoff mit aktueller von der WHO empfohlener Antigen­kombination gegen Influenza geimpft werden.2 Für ältere Personen ab 60 Jahren wird die Immunisierung mit einem Hoch­dosis-Influenza-Impf­stoff empfohlen.2

Niedrige Impfraten in Deutschland

Die jährliche Influenza­impfrate in Deutschland gilt schon seit Jahren als deutlich zu gering – insbe­sondere bei älteren Menschen. Laut WHO sollte bei Menschen ab 60 Jahren eine Impfrate von 75 % ange­strebt werden. In Deutschland lag dieser Wert in der Saison 2020/2021 nur bei 47,3 %.3 Vor dem Hinter­grund der wahrscheinlich auch in diesem Herbst und Winter corona­bedingt deutlich verschärften Situation im Gesund­heits­wesen scheint es umso wichtiger, möglichst viele Menschen, vor allem die besonders vulnerablen Gruppen, von dem Nutzen der Influenza-Impfung zu über­zeugen.

Influenza-Impfrate in Deutschland bei Personen ab 60 Jahren

Abb. 1: Angestrebte und tatsächlich erreichte Influenza-Impfrate in Deutschland bei Personen ab 60 Jahren3

Ab der Saison 2022/23: Influenza-Impfung in Apotheken in der Regel­versorgung

Um den niedrigen Impfraten ent­gegen­zu­wirken und einen zusätzlichen, niedrig­schwelligen Zugang zur Influenza-Impfung zu ermöglichen, hat die Bundes­regierung beschlossen, die Influenza-Impfung in Apotheken in die Regel­versorgung zu überführen. Damit können in diesem Jahr erstmalig bundes­weit Erwachsene in der Apotheke auch gegen Influenza immunisiert werden. Voraus­setzung ist der Nachweis der Teilnahme des Apothekers an einer ärztlichen Schulung und dass die Impfung in einer öffentlichen Apotheke durch­ge­führt wird. PTA bleiben übrigens außen vor – sie dürfen die Impfung nicht vor­nehmen.

Helfen Sie aktiv mit!

Sprechen Sie Ihre Kund­schaft auf diese wichtige Präventions­maß­nahme gegen Influenza an und helfen Sie, die Impfrate in Deutschland zu ver­bessern. Da es ca. 10 bis 14 Tage dauert, bis der voll­ständige Impf­schutz ausge­bildet ist,4 sollte die Influenza-Impfung optimaler­weise von Oktober bis Mitte Dezember durch­ge­führt werden. Wird dieser Zeit­punkt ver­passt, kann die Impfung jederzeit nach­ge­holt werden, auch dann noch, wenn eine Influenza-Welle bereits begonnen hat.5

Viele weitere Informationen zur Influenza und Influenza-Impfung finden Sie in der BAK-zertifizierten Online-Fortbildung „Saisonale Influenza in Deutschland“. Bei erfolgreicher Teilnahme erhalten Sie einen Fort­bildungs­punkt.

» Hier geht’s zur Teilnahme

1 RKI-Ratgeber Influenza: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Influenza_saisonal.html#doc2382022bodyText3; aufgerufen am 16.09.2022
2 RKI: Epid Bull 04/2022
3 RKI: Epid Bull 50/2021
4 RKI: Faktenblatt zur Influenza-Impfung: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Materialien/Faktenblaetter/Faktenblaetter_inhalt.html?nn=2375548; aufgerufen am 16.09.2022
5 https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Impfen/Influenza/Hochdosis-Impfstoffe/FAQ_Uebersicht.html?nn=2375548; aufgerufen am 26.09.2022

MAT-DE-2204238 - 1.0 – 10/2022