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Impfstatus bei Kindern: Impfquoten ausbaufähig

Das Robert Koch-Institut (RKI) publiziert zukünftig einmal jährlich eine Gesamt­darstellung und Interpretation der Impfquoten bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland.1 Welche Eckpunkte in diesem Jahr relevant sind, lesen Sie hier.

Positive Entwicklung

Grundsätzlich sind die Impfquoten bei den meisten der lang etablierten Impfungen zum Zeitpunkt der Einschulungs­unter­suchungen auf einem guten Niveau. Dabei ist ein schneller Anstieg der Inanspruch­nahme von Impfungen zu beobachten, die erst seit jüngerer Zeit empfohlen werden.

© istock / fizkes

Es handelt sich vor allem um die Impfungen gegen Pneumokokken, Varizellen, Meningokokken C und Rotaviren. Auch bei der Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) ist über die letzten 10 Jahre ein leichter Anstieg der Impfquote zu beobachten – besonders bei der 2. Impfstoffdosis.1

Trotz gutem Niveau: Abzüge in der B-Note

Wo Licht ist, da ist auch Schatten: Jedoch wurden bei allen Impfungen die empfohlenen Alters­zeitpunkte nicht eingehalten, Impfserien blieben unvollständig und einige Kinder erhielten manche Impfungen gar nicht. Dabei werden junge Kinder schon durch ein zu spätes Impfen unnötig lang einer Infektions­gefahr ausgesetzt.1 Nicht zeitgerechte Impfungen können dazu führen, dass:

  • das vollständige Impfpotenzial nicht ausgeschöpft werden kann, z. B. bei der Impfung gegen humane Papillomviren (HPV).1
  • ein höheres Risiko für Impfkomplikationen besteht, wie etwa bei der Impfung gegen Rotaviren.1

Beispiel: Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln – nationale Ziele verfehlt

Für Masern, Mumps und Röteln (MMR) sind fast ausschließlich Kombinations­impf­stoffe verfügbar. Daher sind die Impfquoten hierfür nahezu identisch. Für die 1. Impfung gegen Masern bei Kleinkindern im Alter von 15 Monaten liegt die bundesweite Impfquote bei 83,5 %. Auffällig ist hierbei auch die Heterogenität der Impfquote auf Kreisebene. So sind z. B. 59,1 % der Kinder in Garmisch-Partenkirchen (Bayern) gegen MMR geimpft, in Neunkirchen (Saarland) 94,6 %. Somit wird das Ziel des nationalen Masern­aktionsplans für die 1. Masernimpfung eine Impfquote von 95 % bei Kleinkindern im Alter von 15 Monaten zu erzielen nach wie vor in allen Kreisen verfehlt.1

Insbesondere die Gabe der 2. Masernimpfung erfolgte mit großem Zeitverzug. Hier liegen die Impfquoten erst im 6. Lebensjahr auf dem Niveau der Werte, die in den Schul­eingangs­unter­suchungen beobachtet werden: Auf Bundesebene sind 93,1 % der Kinder zweimal gegen Masern geimpft. Damit ist auch ein weiteres Ziel des Masern­aktionsplans, wonach 95 % der Kinder zum Schuleingang zweimal gegen Masern geimpft sein sollen, noch nicht bundesweit erreicht.1,*

Bis zum Alter von 72 Monaten sind 95,2 % der Kinder mindestens einmal und 88,7 % zweimal gegen Masern geimpft. 4,8 % der Kinder haben gar keine Masernimpfung bekommen.1

» Lesen Sie hier den vollständigen Beitrag zum Impfstatus bei Kindern

Viele Informationen zu diesem Thema und zu den Impfstoffen der Firma MSD finden Sie auf MSD Connect.

» Zur Fachinformation von ProQuad (PDF)

*mit Ausnahme der Bundesländer Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern1
1 Robert Koch-Institut (RKI). Impfstatus der Kinder und Jugendlichen in Deutschland. Epid Bull 2020;32/33:3–27

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